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08. März 2011
Rock ’n’ Roll auf Kläpperle
Volles Haus beim fünften Kinderball der Krakeelia in der Waldkircher Stadthalle.
WALDKIRCH. Was die Großen beim Zunftabend und bei der Elfimess können, das können die Kleinen mit ihren Eltern schon lange: die große Waldkircher Stadthalle voll bekommen.
Zum fünften Kinderball der Krakeelia war am Samstagnachmittag schon lange vor Beginn kaum noch ein freier Platz zu finden, zumal insbesondere die Jüngsten sich anfangs noch schwer damit taten, sich in die Obhut der netten Zwerge zu begeben und ohne Eltern in der Arena vor der Bühne Platz zu nehmen. Dank der Übertragung des mehr als zweistündigen Bühnenprogramms auf eine Leinwand in der Saalmitte hatte man ja auch von hinten gute Sicht.
Clown Kalli, Pierre und Maus Feifel präsentierten sowohl Waldkircher Brauchtum (wie den "5 Millionen Jahre alten Bajass") als auch witzige andere Einlagen. Aus einer großen, quer über die Bühne gespannten blauen Stoffbahn streckten plötzlich Handpuppen die Köpfe hervor und sangen den Sesamstraßenhit "Mana ma na". Die Kläpperlegarde hatte nicht nur den Waldkircher Fasnetsmarsch drauf, sondern auch Rock’n’Roll.
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Bajasskind Tim rollte die Schnitzelbankrolle auf und die Kinder in der Arena sangen kräftig mit. Beim Minihexensabbat auf der Bühne durfte dann sogar die Maus Feifel mittanzen, obwohl manche Kinder im Publikum mutmaßten, dass das wohl die Hexen nicht erlauben würden. "Die wollen sie bestimmt fressen."
Zwischendurch wurden vor der Bühne immer mal Findelkinder abgegeben, andere hatten es dagegen schon im Kindergartenalter drauf, den eigenen Platz schneller wiederzufinden als die Eltern – sogar nach der Polonaise quer durch den ganzen Saal. Mit "rechter Hand auf linkem Herz" gelobten die jungen Naudiaken, dass sie fortan immer zur Krakeelia gehören wollen, ehe die inzwischen stuhlfrei geräumte Arena zum Diskotanzboden für die Kinder wurde, unterbrochen durch Rätsel rund um die Krakeelia: "Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht", hieß es wie im Fernsehen, nur dass hier die Rundumleuchten auf den Helmen zweier Lichtmännchen angingen. Nach so viel Aktion waren die meisten anschließend erstmal platt. Das gilt natürlich auch die vielen Helfer, die dankenswerterweise auf, vor und hinter der Bühne aktiv waren.
Autor: Sylvia Timm
