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01. August 2009

Russische Skispringer lassen sich durchchecken

Nationalmannschaft bereitet sich auf Grand-Prix in Hinterzarten vor und wird dabei von Kurt-Dieter Maser in Waldkirch unterstützt

  1. Die russische Nationalmannschaft der Skispringer lässt sich in der Naturheilpraxis Maser fit für den Sommer-Grand-Prix machen. Foto: ZVG

WALDKIRCH. Kurt-Dieter Maser ist in Sportlerkreisen längst eine bekannte und begehrte Adresse. Seit 1990 betreibt er in Waldkirch in der Hebelstraße eine Naturheilpraxis – unter anderem mit dem Schwerpunkt "Prävention und Leistungsoptimierung im Sport". Auf diesem Gebiet bekam er schon zwei Forschungspreise der Grieshaber-Akademie, den einen für eine Studie über "Erschöpfungs- und Überforderungsyndrom im Sportbereich", den anderen für eine Arbeit zu "Nervlichen und psychischen Blockaden im Sport."

Der Heilpraktiker kennt sich also aus in Körper, Geist und Seele von Sportlern. Maser: "Wir gucken, wo’s Probleme gibt und wie man sie beheben kann." Durch spezielle Diagnostik und Analyse hat Kurt-Dieter Maser ein Verfahren zur Vorbeugung von Sportverletzungen sowie Leistungsoptimierung entwickelt. Auch Profis wissen Masers Können zu schätzen. Jahrelang betreute er den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen und soeben war eine noch "exotischere" Sportgruppe in seiner Praxis: Die russische Skisprung-Nationalmannschaft, die sich gerade auf den Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten vom 7. bis 9. August vorbereitet.

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Zustande gekommen ist der Kontakt durch einen Schwarzwälder: Wolfgang Steiert, ehemals Trainer der deutschen und nun der russischen Skispringer, lobt Masers Können: "Er betreut uns das dritte Jahr. Wir machen die komplette sportmedizinische Untersuchung bei ihm, inklusive Nachsorge. Wir fahren sehr gut damit, sind sehr, sehr zufrieden", sagte er auf Anfrage der BZ, "und kommen zwei, drei Mal im Jahr während des Trainingslagers im Schwarzwald nach Waldkirch." Das System erfasst unter anderem den allgemeinen Vital-Zustand, hält nach Infektanfälligkeit, Abwehrschwächen und Stoffwechselbelastungen Ausschau, nimmt die Herz-Kreislauf-Verhältnisse unter die Lupe und überprüft mögliche Störfelder. Behandelt wird dies vor allem mit naturheilkundlichen und homöopathischen Mitteln.

Die russischen Skispringer sind die meiste Zeit vom Jahr im Ausland, weil die Schanzen in Russland erst nach und nach auf den erforderlichen Stand gebracht werden. Die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi sollen natürlich ein Anlass sein, das Skispringen voranzubringen. Und wird’s dann vielleicht auch den ersten russischen Skisprung-Olympiasieger geben? Wolfgang Steiert: "Für einen Olympiasieg braucht man eine sehr gute Vorbereitung und dann auch das nötige Glück. Da muss alles zusammen passen. Das Ziel erträumt man sich, aber strategisch vorbereiten können das nicht mal die Österreicher." Vielleicht helfen Masers Methoden ja ein bisschen mit, den Traum zu erfüllen.

Autor: Bernd Fackler