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26. Februar 2009

Talentiert und fleißig

Aber unzureichende Organisation des Musikschulkonzerts.

WALDKIRCH. Wer die Konzerte der Waldkircher Musikschule verfolgt, muss immer wieder die gleichen Nachteile bemängeln. Eine um 19.30 Uhr beginnende, überlange Programmfolge führt zwangsläufig dazu, dass Teile des Publikums alle Höflichkeit außer acht lassen und vorfristig gehen. Die Premiere 2009 im Kollnauer Rathaus hatte darüber hinaus ein unsäglich verstimmtes Klavier als zusätzliche Attraktion zu bieten.

Weniger wäre also mehr, und die Überraschungen eines solchen Abends kämen besser zur Geltung. Zu denen gehörten einmal mehr die Schlagzeugschüler von Victoria Ifrim: Tim Luca Schweikle etwa ist ein junger Musiker, der mit sichtlichem Spaß und großer Zwanglosigkeit an sein Bach-Menuett ging. Auch die kleine Geigentruppe von Berthilde Galosi – Battal Yali, Helene Steigmann, Pauline Müller und Lissy Blume – musizierte mit größtem Ernst und totaler Konzentration. Henrik Boettger (Violine) spielte eine Nummer aus Bartóks (schweren!) Rumänischen Volkstänzen und machte, wie Sebastian Schicho (Saxophon) am Ende des Programms, richtig Musik.

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Dass viele der jungen Musikerinnen und Musiker lange Zeit warteten, bis sie an der Reihe waren, also mit Aufregung und Konzentration zu kämpfen hatten, war eine zusätzliche Schwierigkeit – auch die erste Musikerin (Tanja Seidler, Keyboard) hatte keine leichte Aufgabe zu bewältigen. Bemerkenswert auch Frederik Weiker (Viola) mit dem langsamen Kopfsatz aus Telemanns G-Dur-Konzert.

Professionell wie immer die Begleitungen: Anna Kostenitch (Klavier), Berthilde Galosi (Klavier, Geige), Victoria Ifrim (Vibraphon) und Katrin Teschke (Klavier).

Gäbe es aus dem anfänglich beschriebenen Dilemma Auswege? Vielleicht diesen: Wie wäre es mit einer Art Jour fixe, einem 20-minütigen Wochenkonzert, zu dem höchstens zwei Schüler spielen, in der Musikschule selbst? Das würde die üblichen Konzerte entlasten und noch mehr kleinen Talenten Raum geben, sich auszuprobieren.

Autor: Frank Berno Timm