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10. März 2010

Unternehmer-Denken an die Schulen

Unternehmertums-Initiative "NFTE" will Jugendliche an unternehmerische Ideale heranführen, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

  1. Das NFTE-Team Foto: E. Weiss

WALDKIRCH. Neu ist die Idee, benachteiligten Schülern zu guten oder besseren Startchancen in die moderne Arbeitswelt zu verhelfen, nicht gerade. Ganz neu ist die Idee, dies durch das Kennenlernen unternehmerischer Konzepte und Geschäftsideen zu entwickeln, ebenfalls nicht. Neu ist aber der Ansatz der Unternehmertums-Initiative "Network For Teaching Entrepreneurship" (NFTE), diese Ideen breiter als bisher zu streuen.

Dazu wurde eine Regionalgeschäftsstelle Baden-Württemberg gegründet, die ihren Sitz in Waldkirch hat. Ihr steht als Regionalmanager Martin Müller vor, der diese Arbeit als Nebentätigkeit zu seinem Hauptamt als Amtsleiter für Bildung und Soziales bei der Stadt Waldkirch ausführt. Assistentin des Regionalmanagers ist Waltraut Fuhrmann, ehrenamtlich wird Ursula Querfurth mitarbeiten.

Ziel von NFTE sei es, Jugendliche, vornehmlich aus den Klassen acht bis zehn der Werkrealschule, der Real- und Förderschulen durch ein rund 50-stündiges Ausbildungsprogramm die Welt der Wirtschaft hautnah erleben zu lassen. Sie sollen lernen, unternehmerische Konzepte und Geschäftsideen zu entwickeln. Dabei ist NFTE nach eigenen Worten im Organisationsprogramm durchaus klar, dass nicht alle Jugendlichen Unternehmer werden oder sich selbstständig machen wollen. NFTE zweifelt dennoch nicht daran, "dass sie mit Engagement und dem Glauben an sich selbst ungeahnten Erfolg haben können", dass sie "neues Selbstvertrauen" finden, um "ihre Zukunft aktiv und selbstbewusst zu gestalten und selbst in die Hand zu nehmen". Ziel sei es, die Kreativität der Jugendlichen zu stärken und Eigenverantwortung, Teamfähigkeit und wirtschaftliches Denken, also "Fähigkeiten, die im heutigen Berufsleben immer mehr zu den Grundkompetenzen zählen", zu stärken.

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NFTE wirbt demnach für mehr unternehmerischen Geist bereits in der Schule und arbeitet auf eine Mentalitätsveränderung bei den Jugendlichen wie auch bei den Lehrkräften hin. NFTE will "Selbständigkeit und Unternehmertum in der Mitte der Gesellschaft verankern, denn unser Land braucht Unternehmer und Unternehmerinnen, um die Zukunft in einer globalisierten Welt erfolgreich zu gestalten". NFTE versteht sich als Partner der Schulen und will sinnvolle Ergänzungen des vorhandenen Unterrichtsangebotes bieten. Die Kurse sollen von interessierten Lehrern gegeben werden, die sich zu zertifizierten NFTE-Trainern ausbilden lassen können. Die Ausbildung dauert drei Tage. NFTE stellt das Lehrmaterial zur Verfügung und unterstützt die Lehrer bei der Durchführung der Schüler-Kurse.

"Die Idee ist Klasse", sagte Martin Müller beim Pressegespräch. "Jetzt wollen wir schauen, dass wir sie flächendeckend hinbekommen". Ziel sei es aber auch, dass das "projektorientierte und innovative NFTE-Curriculum in die Lehrpläne der Werkrealschule, der Realschule und der Förderschule aufgenommen wird". Es gelte jetzt, meinte Ursula Querfurth, in die Schulen zu gehen, auch Handwerksmeister zu gewinnen, mit der Handwerkskammer und örtlichen Unternehmern zusammen zu arbeiten. Die Absolventen der Kurse wird sie im "Mentoring System" weiter begleiten.

Mehr Informationen bei Martin Müller, NFTE-Regionalgeschäftsstelle Baden-Württemberg. Tel. 07681/4749292.

Autor: Eberhard Weiß