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26. Februar 2016

Vier Architekturbüros ausgewählt

Planungen für die "Neue Ortsmitte – Drescheschopf" in Buchholz gehen in die zweite Phase.

  1. Hier ist Platz für einen weiteren Teil der neuen Ortsmitte Buchholz. Auf der leeren Fläche stand früher der Drescheschopf. Foto: Sylvia Sredniawa

WALDKIRCH. Im Rahmen der Neugestaltung der Ortsmitte soll auf dem Gelände des "Drescheschopfs" in der Dorfstraße/Eisenbahnstraße als städtische Baumaßnahme ein Wohn- und Gewerbezentrum entstehen. Die vorläufige Planung wird zunächst im Rahmen einer "Mehrfachbeauftragung" vergeben. Dies bedeutet, dass mehrere, in einem Auswahlverfahren bestimmte Architekten Vorschläge einreichen.

Diese Vorschläge werden mit 5000 Euro vergütet und ihre Ergebnisse gehen in das Eigentum der Stadt als Auftraggeber über. Im nächsten Schritt wird dann einer der Anbieter mit der endgültigen Planung beauftragt. Die Stadt kann von ihm verlangen, dass er einzelne Ideen der abgelehnten Bewerber in seine Planung einfließen lässt. Ziel dieses Vorgehens ist es, aus einem Pool von Ideen mehrerer Architekten die besten auszuwählen und zu realisieren. Dieses Verfahren wurde bereits beim Bau des neuen Schwimmbads erfolgreich angewendet. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Buchholz informierte Tino Störk von der städtischen Wohnungswirtschaft über den aktuellen Planungsstand.

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Was soll gebaut werden?
Im Erdgeschoss eines neu zu erstellenden Gebäudes soll es neben Gewerbeeinheiten Flächen für die Ortsverwaltung und einen Multifunktionsraum geben. Dafür sind rund 500 Quadratmeter Nutzfläche vorgesehen. Als Gewerbemieter haben bisher eine ärztliche Gemeinschaftspraxis (etwa 150 m2) und eine Bäckerei mit Metzgerei (etwa 90 bis 120 m²) Interesse angemeldet. Für die neue Ortsverwaltung und den Multifunktionsraum mit ebenerdigem Zugang zu einem Dorfplatz sind je 100 m² geplant. Auch ein Servicepoint der Sparkasse und eine öffentlich nutzbare Toilette können hier Platz finden. Im Ober- und Dachgeschoss (etwa 1280 m² Wohnfläche) könnten eine ambulant betreute Wohngemeinschaft und Seniorenwohnungen mit je zwölf Zimmern entstehen oder alternativ weitere gewerbliche Einheiten. Die Tragkonstruktion soll eine Variabilität der Grundrisse ermöglichen. Vorgesehen sind ferner 27 Tiefgaragenplätze und 13 oberirdische Stellplätze.

Mehrfachbeauftragung
Insgesamt wurden von zehn Bietern Unterlagen angefordert, vier Bewerber haben Unterlagen eingereicht. Im Einzelnen sind dies die Architektengruppe F 70 aus Freiburg, fuchs.maucher.architekten.bda aus Waldkirch, Kuhn und Lehmann Architekten PartG aus Freiburg sowie die Werkgruppe 1 aus Gutach. Alle Bewerber wurden durch das Auswahlgremium, dem der Oberbürgermeister, der Betriebsleiter der Wohnungswirtschaft, der Fachbereichsleiter für Planen/Bauen/Umwelt, Ortsvorsteher Schüssele sowie die Gemeinderäte aus Buchholz angehören, für geeignet befunden. Der zuständige Verwaltungsausschuss des Gemeinderats möchte am 29. Februar die Mehrfachbeauftragung dieser vier Bieter beschließen.

Wie geht’s weiter?
Bis zum 25. April müssen die Lösungsvorschläge und Honorarangebote der vier Bewerber abgegeben werden. Am Montag, 6. Juni, wird um 18 Uhr in der Buchholzer Halle eine öffentliche Verwaltungsausschusssitzung stattfinden. Dort werden die Bewerber in einer 20-minütigen Präsentation ihre Vorentwürfe dem Gremium und den Bürgern vorstellen. Bei diesem Termin wird es keine Rückfragen und keine Diskussion geben. Schon am 7. Juni beginnen morgens die Vergabegespräche des Auswahlgremiums mit den Bewerbern. Dabei gibt es die Gelegenheit zu Rückfragen. Anschließend wird das Auswahlgremium einen der Bewerber auswählen und dessen Beauftragung mit der endgültigen Planung dem Verwaltungsausschuss zum Beschluss vorschlagen. Am selben Abend wird dies im Ortschaftsrat Buchholz öffentlich vorgestellt. Am 13. Juni wird dann eine öffentliche Verwaltungsausschusssitzung stattfinden, bei der die endgültige Entscheidung über die Vergabe getroffen wird.

Zum hier dargestellten, von der Verwaltung erarbeiteten Ablauf des Verfahrens, war der Ortschaftsrat Buchholz anzuhören, der einstimmig zustimmte.

Autor: Helmut Rothermel