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21. April 2017 13:30 Uhr

Waldshut

Überfall: Verletzter Bankräuber noch im Krankenhaus

Nach den dramatischen Stunden in Waldshut ist der angeschossene Bankräuber noch im Krankenhaus. Die Polizei konnte ihn am Vortag festnehmen - und zwei Bankangestellte befreien.

  1. Die Spurensicherung am Tatort Foto: dpa

  2. Am Freitagmittag hat ein Täter eine Bankfiliale in Waldshut überfallen. Foto: kamera24.tv

  3. Am Freitagmittag hat ein Täter eine Bankfiliale in Waldshut überfallen. Foto: kamera24.tv

  4. Am Freitagmittag hat ein Täter eine Bankfiliale in Waldshut überfallen. Foto: kamera24.tv

  5. Kurz nach der Festnahme des Täters räumen die Einsatzkräfte das Feld. Foto: kamera24.tv

  6. Kurz vor dem Zugriff Foto: kamera24.tv

  7. Das Gebiet um den Tatort war weiträumig abgesperrt. Foto: sk

Der Bankräuber, der am Freitag eine Bank überfallen hat und bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt wurde, wird laut eines Sprechers des Polizeipräsidium Freiburg auch am Samstag noch im Krankenhaus behandelt. Über seinen genauen Zustand kann er keine Angaben machen.

Rückblick:

Der bewaffnete Mann hatte am Freitag eine Bank in Waldshut überfallen. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei konnten die Einsatzkräfte des Spezial-Einsatzkommandis den verletzten Täter festnehmen. Er wird gegenwärtig in einem Krankenhaus behandelt. Es handelt sich laut Polizei um einen 57-jährigen Mann deutscher Staatsangehörigkeit aus Waldshut-Tiengen, der bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist.

Die beiden Angestellten, die sich in einem Nebenraum verschanzt hatten, konnten die Bank unbeschadet verlassen. Die Sperrung rund um den Tatort wurde aufgehoben. Sowohl die Angestellten als auch die eingesetzten Polizeibeamten werden gegenwärtig nachbetreut.


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Zunächst Bargeldbetrag in fünfstelliger Höhe erbeutet

Der Überfall hat um kurz nach 12 Uhr am Freitagmittag begonnen – gerade als die Bank geschlossen werden sollte, sagt Laura Riske, Sprecherin des Polizeipräsidium Freiburg auf Nachfrage. Der Täter stürmte mit einer Schusswaffe in die Bank und ließ sich von einer Angestellten einen Bargeldbetrag in fünfstelliger Höhe aushändigen. Diese Angestellte konnte daraufhin flüchten. Die beiden weiteren Angestellten (ein Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin der Bank) konnten in den Nebenraum flüchten. Außer den beiden Angestellten sei kurz vor der Schließung niemand mehr in der Bank gewesen, so Riske: "Die beiden konnten sich in einem Nebenraum verschanzen und einschließen."
"Der Täter ist verletzt, wie schwer, wissen wir noch nicht." Laura Riske
Um kurz vor 14 Uhr meldete die Polizei, dass es zu einem Schusswechsel zwischen den Einsatzkräften des Reviers Waldshut-Tiengen und dem Täter gekommen sei. "Der Täter ist verletzt, wie schwer, wissen wir noch nicht", sagt die Polizeisprecherin zu dem Zeitpunkt. Der bewaffnete Täter hatte sich auch rund drei Stunden nach Beginn des Überfalls noch mit den beiden Bankangestellten in der Bankfiliale in der Straße "Im Wallgraben" befunden.

Die Einsatzkräfte vor Ort standen mit dem Täter telefonisch in Kontakt. Vor der Bank stand ein Rettungswagen mit geöffneter Tür bereit. Und am Ende ging alles ganz schnell. Beamte des SEK stürmten die Bank und nahmen den verletzten Täter fest. Danach wurde er von einem Notarzt versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Keine klassische Geiselnahme, aber kein Entkommen

Von einer Geiselnahme wollte die Polizei nicht sprechen, da sich die Bankangestellten nicht in der unmittelbaren Gewalt des Täters befanden, sondern in einem Nebenraum, der durch den Täter nicht betreten werden konnte. "Es ist keine klassische Geiselnahme, bei der der Geisel die Waffe an den Kopf gehalten wird", erklärte Riske während des Einsatzes. Dennoch gab es für die beiden Angestellten keinen Weg nach draußen, da sich der bewaffnete und verletzte Täter noch in der Bank befand.

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Autor: bz, jcd, ohu, aktualisiert um 11.29 Uhr