Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

05. März 2009

Nicht nur Schönheitsklinik

Dorow-Privatklinik hat gut zu tun

Die seit kurzem in Waldshut residierende Dorow-Privatklinik hat gut zu tun. Dabei arbeitet sie nicht nur auf den Gebiet der ästhetischen Chirurgie.

  1. Röntgenbilder auf Breitwandmonitoren erleichtern die Diagnose. Klinikgründer Andreas Dorow investierte über eine Million Euro. Waldshut-Tiengens erste Privatklinik belegt den dritten Stock des Ärztehauses am Güterbahnhof. Foto: Huber

  2. Foto: Huber

WALDSHUT-TIENGEN (hjh). Die erste Privatklinik der Kreisstadt hat gut zu tun; dort ist die Wirtschaftskrise kein Thema. In der Zahn- und Gesichtschirurgie ergänzt die Dorow Clinic das Leistungsangebot etwa von Zahn- und Hautärzten der Region. Er wolle "keine Konkurrenz" sein zu den niedergelassenen Ärzten, betont der Arzt und Zahnarzt Andreas Dorow, vielmehr eng zusammenarbeiten. Das verbreitete Etikett Schönheitsklinik greift zu kurz.

Die Erfolgsgeschichte des Kieferchirurgen begann 2006 in Tiengen. Der Schwabe Andreas Dorow, damals 34 Jahre jung, kam in die Grenzstadt, weil eine Kassenarztzulassung freigeworden war und seine Frau aus der Schweiz stammt. Die Nachfrage nach Leistungen, die Spezialisierung und Ausstattung normaler Zahnärzte überfordern, überraschte ihn selbst.

Im dritten Stock des Neubaus an der Brückenstraße ist neue Technik eingekehrt. Beispiel: Ein Computertomograph stellt den Kopf dreidimensional dar, eine Diagnosehilfe nicht nur bei Zahnproblemen.

Dorow räumt ein, dass die Alterung der Bevölkerung den Boom beflügelt: "Die älteren Menschen sind heute aktiver; sie wollen auch zubeißen können." In der Regel werden Kassenpatienten überwiesen. Doch sei in der Zahnmedizin die Zuzahlung heute schon die Regel. Neben ihm praktizieren mit Sascha Gentner ein weiterer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg sowie zwei Assistenzzahnärzte. "Irgendwie sind wir ganz bodenständig, keine ,Schicki-Micki-Ärzte", so der zweimal promovierte Mediziner auch mit Blick auf Stimmen, welche die Neuen im "Kollosseum" gleich mit dem Etikett Schönheitschirurgen versahen.

Werbung


Der Arzt steht auch zur ästhetischen Chirurgie: Wenn man einer jungen Frau durch Fettabsaugen viel Leid ersparen oder einem extrem schwitzenden Zeitgenossen mit dem Entfernen von Schweißdrüsen einen hohen Leidensdruck nehmen könne, dann sei das sinnvoll.

Doch auch das Neinsagen gehört zum Geschäft, wenn etwa Risiko und Erfolg in keinem Verhältnis stehen. "Da ist es gut, dass wir nicht von der plastischen Chirurgie abhängig sind", so Dorow.

Autor: bz