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10. Februar 2012
Hilfe für die Familie des Opfers
Bürger aus Waldshut und Laufenburg stellen die Aktion "Waldshut Solidarnosc" auf die Beine.
WALDSHUT-TIENGEN (uma). "Als ich gelesen habe, wie es den Hinterbliebenen in Polen geht, musste ich einfach etwas tun und Geld sammeln", sagt Gisela Schäuble. Die Waldshuter Geschäftsfrau und andere Spendenbereite stellen ihre Aktion unter das Motto "Waldshut Solidarnosc". "Es soll zeigen, dass wir als Waldshuter Anteil nehmen am Schicksal der Familie und dass wir sie unterstützen wollen."
Genauso spontan entschloss sich das Ehepaar Carsten und Gabriele Fischer in Laufenburg: "Wir wollen helfen." Ausschlaggebend für das Engagement war ein Bericht über die Lage der Familie, deren Ehemann und Vater im Mai 2011 nach einer Attacke auf dem Waldshuter Busbahnhof gestorben ist."Wir können uns sehr gut in die Lage der Familie versetzen", sagt Carsten Fischer. "Wir wollen sicherstellen, dass unsere Spende und das Geld, das auf das Spendenkonto eingezahlt wird, richtig eingesetzt werden. Es soll für die Existenz der Familie, für die Ausbildung der Kinder und, je nachdem, wie viel zusammenkommt, auch für weitere Vorhaben verwendet werden."
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Der Tote hinterlässt eine Witwe und drei Kinder im Alter von 14, 16 und 19 Jahren. Die 43-Jährige arbeitet als Flechterin, die Kinder sind in der Ausbildung. Finanziell abgesichert sind sie nicht, erklärt der Mannheimer Rechtsanwalt Waldemar Lenz. Der älteste Sohn stehe nach dem Abitur vor einer ungewissen Zukunft. Welche Ausbildung die Familie bezahlen kann, sei offen.
Der Familienvater war erst wenige Wochen in Waldshut, als er im Mai 2011 starb. Mit seinem Bruder war der Landwirt an den Hochrhein gekommen. Dass Frau und Kinder nachkommen sollten, war nie geplant. Das Geld, das er als Arbeiter verdiente, wollte der Vater nach Hause schicken.
Carsten Fischer hat sich ebenso wie Gisela Schäuble mit Waldemar Lenz in Verbindung gesetzt. Mit dem Einverständnis der Witwe wird der Anwalt mit den Spendern in Kontakt bleiben. Einen vierstelligen Betrag wollen Carsten und Gabriele Fischer von ihren Ersparnissen der Familie zukommen lassen. Zusätzlich hat er bei der Sparkasse Hochrhein ein Spendenkonto eröffnet. Der Laufenburger will Anwalt Waldemar Lenz in Waldshut bei Gericht treffen, um sich ein genaues Bild von der Familie in Polen machen zu können und das weitere Vorgehen abzustimmen.
SPENDENKONTO
Wer sich Gisela Schäuble anschließen und die polnische Familie unterstützen möchte, kann in ihrem Geschäft "Domino" in der Kaiserstraße 90 in Waldshut Kontakt mit der Geschäftsfrau aufnehmen. Carsten Fischer hat ein Spendenkonto bei der Sparkasse Hochrhein eingerichtet: "Für Opferfamilie des 29. Mai 2011 Waldshut"; Bankleitzahl: 684 522 90; Kto: 77 05 39 08.
Autor: bz
Autor: bz
