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19. Juni 2017

Messerstich im Amtsgericht

Angeklagter soll seine getrennt lebende Ehefrau angegriffen haben / Prozess beginnt heute.

  1. Im Amtsgericht in der Bismarckstraße in Waldshut suchte eine Frau Schutz vor ihrem getrennt lebenden Mann. Foto: Dana Coordes

WALDSHUT-TIENGEN (dac). Ein Fall von versuchtem Totschlag wird ab heute, 19. Juni, 9 Uhr, öffentlich bei einem Schwurgerichtsprozess am Landgericht in Waldshut verhandelt. Angeklagt ist ein 47-jähriger Mann, der laut Anklage am 4. Januar seine von ihm getrennt lebende Ehefrau im Foyer des Amtsgerichtsgebäudes in der Waldshuter Bismarckstraße niedergestochen haben soll.

Der Angeklagte, der sich seither in Untersuchungshaft befindet, soll von Eifersucht getrieben im Verlauf der seit Mitte 2015 andauernden Trennung mehrmals gedroht haben, seine Ehefrau zu töten.

Anfang Dezember 2016 habe der Beschuldigte, so die Anklage, seine Ehefrau am Busbahnhof in Waldshut mit einem Taschenmesser bedroht und sie in sein Auto zerren wollen. Durch die Polizei sei damals eine Eskalation verhindert worden. Am 4. Januar soll der Angeklagte seine Ehefrau dann erneut in der Waldshuter Innenstadt gesucht und ausfindig gemacht haben.

Die Frau ist ins Amtsgericht geflüchtet

Nachdem der Angeklagte die Ehefrau und deren Begleiterin verfolgt habe und sie mit Gewalt erneut dazu habe bringen wollen, zu ihm zurückzukehren, sei die Ehefrau gegen 15.15 Uhr in das Amtsgerichtsgebäude in der Bismarckstraße geflüchtet. Der Angeklagte habe sie jedoch eingeholt und soll seine Ehefrau im Foyer des Amtsgerichts zunächst mit der Faust geschlagen und ihr sodann mit einem Küchenmesser von hinten in den Rücken gestochen haben.

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Das Opfer erlitt laut Anklage eine fünf bis zehn Zentimeter tiefe Stichverletzung, die nur durch Zufall nicht akut lebensgefährlich gewesen sei. Nach dem sofortigen Eintreffen von Justizbediensteten sei der Angeklagte geflohen. Er wurde kurz nach dem Vorfall von der Polizei festgenommen. Die Schwurgerichtskammer hat vorläufig fünf Sitzungstage anberaumt.

Autor: skk