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17. Januar 2009

Waldshuter Einzelhandel sieht skeptisch auf 2009

Nach einem gutem Weihnachtsgeschäft sehen die Händler wegen der Wirtschaftskrise ein schwieriges Jahr auf sich zukommen

  1. Peter Fleck ist Inhaber der Marien-Buchhandlung in Waldshut. Kassenschlager im Weihnachtsgeschäft bei ihm war unter anderem die Trilogie „Eragon“. Foto: susann klatt-d’souza

WALDSHUT-TIENGEN . (skd). Trotz Wirtschaftskrise haben die Menschen zu Weihnachten viel Geld in den Waldshuter Geschäften gelassen. Schmuck, Bücher, Düfte und vor allem dicke Wintersachen waren nach Aussagen der Einzelhändler die Renner.

Doch ob das Jahr 2009 ebenfalls so gut laufen wird wie auch das ganze Vorjahr, bezweifeln viele Einzelhändler. Sie sind sich einig: Etwas schlechter als überhaupt die vergangenen Jahre. Schuld daran sei die Rezession, welche die Menschen zum Sparen anhalte. Christian Straub, Vorsitzender des Werbe- und Förderungskreises Waldshut: "Wir werden genau beobachten, wie sich das Geschäft im Einzelhandel dieses Jahr entwickelt."

In den Bekleidungsgeschäften wie beispielsweise Vero Moda an der Waldshuter Kaiserstraße gingen vor allem Party-Kleidung wie Glitzer-Tops und Abendkleider über die Ladentheke. Filialleiterin Sabine Jenke sagt: "Unsere Kundenschicht hat wahrscheinlich Weihnachtsgeld bekommen und das Jahr über ein bisschen Geld gespart; deshalb hat sie sich zu Weihnachten und zu Silvester festliche und auch etwas teurere Sachen gegönnt." Jedoch sei die Frequenz ein bisschen schlechter als das vergangene Jahr: "Es haben weniger Leute eingekauft, dafür aber mehr Geld ausgegeben." Jedoch sei nach den Feiertagen das Geschäft schnell abgerissen – wie bei fast allen Einzelhändlern in Waldshut. Markus Winkler, Geschäftsleiter des Modehauses May, ist zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. "Alles, was warm hält, wurde zu Weihnachten gut verkauft." Daunenjacken und dicke Pullis waren die Kassenschlager sowie Schmuck und Uhren. "2009 wird für uns eine Herausforderung sein; wir gehen aber optimistisch heran."

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Auch Lebensmittelgeschäfte wie Rewe, Famila und Edeka konnten zu Weihnachtszeit gute Umsätze erzielen. Vor allem Feinkost sei ein Verkaufsschlager gewesen. "Pasteten und Raclette sind bei uns sehr gut gelaufen", sagt etwa Carolin Metzler, Filialleiterin des Rewe-Marktes.

In den Parfümerien und Drogerien ist offenbar ebenfalls zur Weihnachtszeit ein guter Umsatz erzielt worden. "Etwa ein Drittel des Jahresumsatzes wird in dieser Zeit erzielt", sagt Petra Oehler, stellvertretende Filialleiterin der Müller-Märkte in Waldshut. "Jedoch zeichnet sich bereits jetzt im Januar ab, dass die Leute eher sparen." Sie kauften nun eher günstigere Produkte. Das bestätigt Ernst Klös, Inhaber der Parfümerie Klös: "Die Menschen kaufen zwar noch Geschenke bei uns, aber die fallen eben etwas kleiner aus als sonst."

In den Buchhandlungen war das Weihnachtsgeschäft ebenfalls die stärkste Umsatzperiode. "Im vergangenen Jahr gab es im zweiten Quartal einen Umsatzeinbruch", sagt Peter Fleck, Inhaber der Marien-Buchhandlung in Waldshut. Die Weihnachtszeit sei aber genauso gut gelaufen, wie das Jahr zuvor. "Kassenschlager waren ,Der Turm’ von Uwe Tellkamp, sowie die ,Eragon’-Trilogie."

Hana Balke, Verkäuferin im Geschäft Sport Kaiser sagt, dass das Weihnachtsgeschäft sogar besser gelaufen sei, als das Jahr zuvor. "Vor allem Ski-Kleidung und Skier wurden gut verkauft." Auch Gitta Wehrle-Maier, Inhaberin vom Sporthouse, zeigt sich zufrieden mit dem Geschäft. "Warme Unterwäsche, Skihelme und Protektoren wurden viel gekauft." Gerhard Sutter, Inhaber des Geschäftes Allsports ist auch zufrieden: "Ich glaube aber, dass dieses Jahr kein einfaches sein wird." Die Inhaber der Sportgeschäfte befürchten, dass nach der Wintersaison die Rezession zu spüren sein wird.

Der Winterschlussverkauf (WSV) in Waldshut findet dieses Jahr von Samstag, 24. Januar, bis einschließlich Samstag, 7. Februar, statt.

Autor: bz