Aberglaube

Mick Jagger ist kein Glücksbringer für die englische Nationalmannschaft

dpa

Von dpa

Fr, 13. Juli 2018 um 13:14 Uhr

Fußball-WM

Bei der WM 2014 in Brasilien und der WM 2010 in Südafrika verlor England immer genau dann, wenn der Rockstar sie anfeuerte. Auch bei dieser WM hat sich der Aberglaube bestätigt.

"I went to see England, but England’s lost" (etwa: "Ich kam um England zuzuschauen, aber England verlor"), sang der britische Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger (74) – nicht nach dem Halbfinal-Aus Englands bei der Fußball-Weltmeisterschaft am Mittwochabend, sondern in einem vergangenes Jahr veröffentlichten Solo-Song. Dass Jagger zur 1:2-Niederlage seiner Landsmänner gegen Kroatien mit seinem Sohn James und Freunden tatsächlich im Moskauer Luschniki-Stadion saß, bestätigte für manche einen lang gehegten Aberglauben: Der Alt-Rocker bringe den Engländern Fußballpech.

Bei den vergangenen Weltmeisterschaften 2014 in Brasilien und 2010 in Südafrika verloren Teams nämlich gerne immer genau dann, wenn Jagger sie anfeuerte – ob live im Stadion oder parallel bei Konzerten auf der Bühne. Sein Stadion-Pech verband Jagger dann mit politischem Frust über sein Land und den Brexit: Der Titel "England Lost" lässt sich als "England hat verloren", aber auch "Verlorenes England" lesen.