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02. August 2012 21:30 Uhr
Ortsnamen in Südbaden
Warum heißt Sumpfohren Sumpfohren?
Ob Auggen oder Yach – in der Region gibt es viele kuriose Ortsnamen. Die BZ erklärt in ihrer Serie die Bedeutung der skurrilen Bezeichnungen. Diesmal: Sumpfohren.
Dass Wände Ohren haben können, das hat man schon einmal gehört. Dass etwas Derartiges auch auf Sümpfe zutreffen soll, ist hingegen ein haltloses Gerücht. Das Dorf Sumpfohren bei Hüfingen ist denn auch weder mit Sümpfen und noch weniger mit Ohren in Verbindung zu bringen.
In einer Tauschurkunde des Klosters St. Gallen wurde bereits am 14. Februar 883 eine "villa nuncupata Sunphorran" erwähnt, also ein Landhaus namens "Sunphorran". In späteren Einträgen aus dem 14. und 15. Jahrhundert wird "Sunphorran" dann zu "Sumpforren", "Sumphorn", "Suntphoren" oder "Sompforren".
Die Vorsilbe "sun", "sum" oder "som" lässt sich auf das althochdeutsche "sundar" zurückführen, was so viel wie südlich bedeutet. Mit dem zweiten Namensbestandteil "pforren" ist Pfohren gemeint, das sich wiederum von der Föhre, also der Kiefer, ableitet. Wörtlich bedeutet es "Stätte bei den Föhren".
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So ist Sumpfohren also der Ort, der südlich von Pfohren beziehungsweise von den Kiefern liegt.
- Dossier: Ortsnamen in Südbaden
Autor: Hans Jürgen Kugler



