Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
04. Januar 2010 19:23 Uhr
Massenkarambolage A5
Was tun bei einem Unfall auf der Autobahn?
Nach der Massenkarambolage auf der A5 zwischen Teningen und Freiburg stellt sich mancher die Frage: Wie verhält man sich richtig? Ein Fahrlehrer gibt Tipps.
Was tun bei eine Unfall auf der Autobahn? Wie verhalten sich Autofahrer und ihre Passagiere richtig? "Das A und O bei Unfällen ist das Absichern", sagt Fahrlehrer Sascha Fiek. Das heißt zuallererst: Warnblinker einschalten. Zudem rät der Freiburger zu einer Sicherheitsweste, wie sie in vielen europäischen Ländern Pflicht sei. Die liegt am besten griffbereit vorn im Wagen, damit die Fahrer sie noch vor dem Aussteigen anlegen können.
Gerade auf der Autobahn sei es gefährlich, im Wagen zu bleiben, sagt Fiek, weil diesen etwa ein Lastwagen auf weitere Fahrzeuge schieben kann. Aussteigen sollten die Insassen auf keinen Fall zur Straßenseite, sondern über den Beifahrersitz auf die rechte Seite klettern. Mit der Weste werden sie von herannahenden Verkehrsteilnehmern besser gesehen, wenn sie das Warndreieck etwa 100 Meter entfernt aufstellen.
Dabei gilt: Am äußersten Rand des Standstreifens entgegen der Fahrtrichtung gehen und das Dreieck gut sichtbar vor sich hertragen, sagt Fiek – "und nicht etwa unter den Arm klemmen". Die Schutzmaßnahmen seien auch dann zuerst zu treffen, wenn Erste Hilfe geleistet werden müsse. "Damit andere nicht in die Unfallstelle reinrauschen." Wichtig auch: Polizei und Rettungskräfte schnell alarmieren und sich hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen.
Werbung
Auch ohne Unfall ist bei solchen Sichtverhältnissen wie in der Neujahrsnacht auf der A 5 besondere Vorsicht geboten. Die Polizei rät, auf der Standspur anzuhalten und die Beamten von jenseits der Leitplanke anzurufen, damit sie gegebenenfalls die Straße sperren können. "Und das oberste Gebot ist", weiß Fahrlehrer Fiek, "die Geschwindigkeit stets den Verhältnissen anzupassen."
Autor: Simone Höhl


