Feuerwehr

Großaufgebot wegen rauchenden Heizkessels

Jörn Kerckhoff

Von Jörn Kerckhoff

Mo, 19. Juni 2017 um 11:08 Uhr

Wehr

Die Feuerwehr ging auf Nummer sicher und schickte 50 Mann in den Einsatz – ein überhitzter Heizkessel war der Auslöser für den Alarm.

WEHR. Arbeitsreiche Tage für die Feuerwehrleute aus Wehr und Öflingen. Am Sonntagabend wurden sie gegen 21 Uhr zu einem möglichen Brand im Haus Bahnhofstraße 4 in Wehr gerufen. Mit sieben Fahrzeugen und 50 Mann rückten die beiden Abteilungen an. Am Ende stellte sich heraus, dass ein Heizkessel im Keller des Gebäudes überhitzt war, was für starke Rauchentwicklung sorgte. Verletzt wurde niemand.

Ungewisse Lage

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein Großbrand im Starenweg in Wehr, am Freitagabend eine Dieselspur von Hasel bis Wallbach, die beseitigt werden musste und am Sonntagabend der Einsatz am Bahnhofplatz. Wegen der ungewissen Lage, der Größe des Gebäudes und der angrenzenden Schreinerei waren die Abteilungen mit einem Großaufgebot angerückt. Auch ein Kaminkehrer wurde als Experte angefordert. Die Bewohner des Gebäudes hatten die Feuerwehr selbst alarmiert, nachdem sie Rauch im Treppenhaus des Mehrfamiliengebäudes bemerkt hatten und sich auch selbst in Sicherheit gebracht, so Stadtkommandant und Einsatzleiter Nicolo Bibbo.

Beim Eintreffen der Feuerwehr war noch nicht klar, ob ein Feuer ausgebrochen war oder nicht. Unter Atemschutz wurde der Ursache für die Rauchentwicklung nachgegangen. Dabei wurden auch erhöhte Kohlenmonoxidwerte festgestellt. Kohlenmonoxid ist geruch- und farblos und kann zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod führen. Mit der neuen Drehleiter wurde das Gebäude von oben untersucht.

Drehleiter zahlt sich aus

"Mit der haben wir ganz andere Möglichkeiten, als mit der alten", machten einige der Feuerwehrleute im Gespräch deutlich. Auch der stellvertretende Bürgermeister Paul Erhart, der ebenfalls vor Ort war, stellte fest, dass diese Investition eine sehr sinnvolle gewesen sei. Ein überhitzter Heizkessel war die Ursache für den Einsatz, ein Feuer war glücklicherweise noch nicht ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, so dass die Feuerwehr, sowie das DRK, das ebenfalls mit zwei Rettungswagen vor Ort war, nach etwa einer Stunde wieder abrücken konnten.