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21. März 2017

Wehr

Hallen auf dem Brennet-Areal sollen im Herbst abgerissen werden

Die Hallen auf dem Brennet-Areal sollen im Herbst dem Boden gleichgemacht werden / Café könnte zeitgleich eröffnen.

  1. Brennet-Areal Wehr Foto: Marcel Köpfer

  2. Gespenstisch leer sind die Fabrikhallen. Foto: Erika Bader

WEHR. Das Brennet-Areal im Herzen Wehrs steht vor einer großen Veränderung. Schon im September könnten die Abrissarbeiten an den ehemaligen Fabrikhallen beginnen. Auf dem rund 50 000 Quadratmeter großen bebauten Gelände soll nach aktuellem Stand einzig das Turbinen-Häuschen erhalten bleiben. Dieses wäre dann das letzte Relikt der Gewerbehallen der Brennet in Wehr.

Fast schon gespenstisch wirken die leerstehenden Hallen der Brennet. Kühl und still ist es in ihnen. Die Räume sind weitläufig und hoch. Die Decken werden nur von vereinzelten oder gar keinen Säulen im Innenraum getragen.

Eigentlich ideale Bedingungen für den Einzelhandel, der sich schon 2019 auf dem Areal ansiedeln könnte – so der bisherige Zeitplan, den Bürgermeister Michael Thater anvisiert. Doch die Infrastruktur passe nicht zu den Konzepten der künftigen Einzelhändler. "Die Ladenflächen sind heute ja alle standardisiert", sagt Sabine Gersbach, die seit Januar im Vorstand der Brennet AG sitzt. Sie zeigte Bürgermeister Michael Thater, Landrat Martin Kistler und Landtagsabgeordnetem Felix Schreiner die Hallen bei einer Ortsbegehung. Die Anlieferung von Waren sei unter den gegebenen Umständen schwierig und vor allem auch die Parkplatzsituation. Auf dem überplanten Gelände können nach aktueller Planung rund 400 Parkplätze entstehen.

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Wenn die Bagger rollen, soll etwa zeitgleich ein neues Café auf dem Areal eröffnet werden – das Café "Denkpause". Dieses schließt sich direkt an das Brennet-Museum an. Die Arbeiten sind bereits in vollem Gange. Hinter dem ehemaligen Pförtnerhaus werden ein Wintergarten und eine Terrasse gebaut. Zur rechten Seite des Cafés erstreckt sich dann der denkmalgeschützte Brennet-Park, zur linken das neue Einkaufsgelände mit Schmidts-Markt, Drogerie-Markt und einem Discounter. "Wir wollen das Projekt zügig voranbringen", sagt Michael Thater – Sabine Gersbach von der Brennet AG stimmt ihm zu.

Bevor es losgehen kann, müssten allerdings erst noch Formalien geregelt werden – wie etwa die noch ausstehende Förderung durch das Landessanierungsprogramm, welches städtebauliche Erneuerungen und Entwicklungen bezuschusst. Auf die Zusage hofft Bürgermeister Thater im April oder Mai. Erst dann könne ein städtebaulicher Vertrag und im Anschluss ein Bebauungsplan besprochen werden.

Autor: Erika Bader