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08. März 2011

Luftballons stiegen in der Kirche empor

Zweiter Narrengottesdienst war wieder ein voller Erfolg / Volle Sankt-Martins-Kirche.

  1. Große bunte Luftballons spielten eine wichtige Rolle im zweiten Narrengottesdienst in der Sankt-Martins-Kirche. Foto: hansjörg bader

WEHR (hjb). Bei der Premiere 2010 war das 60-jährige Bestehen der Fröschezunft Anlass des ersten Narrengottesdienstes gewesen, der jemals in der Sankt-Martins-Kirche gefeiert wurde. In diesem Jahr gab das 100-jährige Bestehen des Elferrates/Zunftrates den Ausschlag. Zudem wünschte sich eine breite Mehrheit eine Wiederholung. Und auch die zweite Auflage erwies sich als sehr gut und gelungen. Alle, die der Eucharistiefeier am Samstag beiwohnten, waren glücklich und sehr zufrieden.

Mit großer Begeisterung wurde die Liturgie im vollbesetzten Gotteshaus mitgefeiert. Für die passende Begleitmusik sorgten der Pop- und Gospelchor "Happy People" und Organist Bernhard Griener. Kräftig wurden rundum die Lieder mitgesungen. Die Narren können’s also auch in der Kirche zum Lob Gottes und nicht nur auf den Straßen und ihren Bällen. Es lag ja allen ein selbst erstelltes Liederheft vor. Hauptzelebrant der Eucharistie, Stadtpfarrer Matthias Kirner, erntete immer wieder Beifall und das am meisten während seiner Predigt.

Seine gereimten Worte enthielten Nichtalltägliches aus dem Pfarreileben. So jene Anekdote aus der Weihnachtszeit, als der Mesner eine Kerze des neu von der Hemmagruppe aus Holzkisten gestalteten Adventskalenders mit dem Stabentzünder anzünden wollte. Was er übersah: Das kleine Lämpchen funktionierte eigentlich elektrisch und explodierte sofort. Der Kommentar des Mesners veranlasste den Pfarrer zu dem Schlussreim: "Des henn ihr jetzt vo eure Chischte, ihr sind doch alles Terrorischte".

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Aber auch die Geschichte von dem schwerhörigen Beichtvater verarbeitete der Geistliche in seiner Predigt. Wiewohl dieser auch der Narrenzunft zu ihrem Jubiläum gratulierte: "Mir wönn Gott danke für die vergangeni Zitt und ihn bitte, dass es au in Zuekunft e schöni Fasnacht gitt". Zuvor hatte Pfarrer Kirner gemeinsam mit drei Erstkommunikanten die fasnächtliche Dekoration unter die Lupe genommen. "Die Luftschlangen stehen als Zeichen für die bunten Farben, die Gott uns schenkt." Und viele versteckten sich hinter Masken, um durchs Leben zu gehen. Andere sehen ihre Träume wie Luftballons platzen. Bei den Fürbitten wurden Ballons mit den ausgesprochenen Bittgebeten zur Kirchendecke hochgelassen. Wie schon beim Einzug, so spielte auch beim Auszug von Pfarrer und Ministranten Bernhard Griener flotte Orgelmusik und als Höhepunkt den Narrenmarsch. Der Pop- und Gospelchor hatte sich mit dem Titel "I will follow him" zuvor musikalisch verabschiedet.

Autor: hjb