Mehrere Rekorde sind gepurzelt

Jörn Kerckhoff

Von Jörn Kerckhoff

Mo, 02. September 2013

Wehr

Beim Wehrtallauf wurde nicht nur die 17 Jahre alte Bestzeit von Felix Köhler geknackt, auch die Teilnehmerzahl war so hoch wie nie.

WEHR. Der Streckenrekord beim Wehratallauf wurde nach 17 Jahren endlich geknackt. Felix Köhler aus Bad Säckingen drückte die Rekordzeit von Hartwig Potthin aus dem Jahr 1996, bei der 23. Auflage der Veranstaltung am Samstag, um zehn Sekunden auf 32:51 Minuten. Überhaupt war es ein Tag für Rekorde. Bei den Frauen siegte Sandra Kym aus der Schweiz, allerdings ohne Rekord.

Schon im Vorfeld hatte die Rekordjagd begonnen. 386 Voranmeldungen, so viele hatte es in der Geschichte des Wehratallaufs noch nicht gegeben. Dann war auch noch das Wetter perfekt am Samstag, da war zu erwarten, dass sich noch eine ganze Reihe Läufer kurzfristig anmelden würden, so die Vermutung der Lauffreunde Wehratal.

Und genauso kam es auch. In allen drei Läufen – Kindertallauf, Nordic Walken und Hauptlauf gab es Rekordbeteiligungen. Ein kleines Jubiläum feierte dabei Hansi Niesner. Er nahm zum 20. Mal am Wehratallauf teil – auch das ist ein Rekord. Öfter als Niesner ist noch niemand auf die Zehn-Kilometer-Strecke gegangen. 10,2 Kilometer, um genau zu sein, die 200 Meter sollen nicht unterschlagen werden. Denn die tun den Läufern am Ende noch mal richtig weh.

Felix Köhler sprintete diese 200 Meter, er wollte den Rekord. Dabei hatte er in diesem Jahr nicht unbedingt damit gerechnet. "Es war fast schon zu warm und der Wind hat gestört", erzählte Köhler nach dem Lauf. Aber irgendwann wollte er den Rekord von Potthin schon knacken. Bei seinem dritten Sieg in Folge ist ihm dies nun gelungen – unerwartet, aber vielleicht hat es genau deswegen geklappt.

Dabei war der Wehratallauf für Köhler auch eine Vorbereitung für den Berlinmarathon im September. Dort werden dann etwa 40 000 Läufer am Start sein, in Wehr waren es 463. 291 im Hauptlauf, 80 beim Nordic Walking und 92 beim Kindertallauf. Während andere Läufe sterben, legt der Wehratallauf noch zu. In diesem Jahr waren laut Statistik wieder rund 30 Prozent der Teilnehmer zum ersten Mal mit dabei.

Marke von 500 Teilnehmern soll in der Zukunft fallen

"Wir schaffen offenbar ein gutes Ambiente für die Läufer", versucht Günter Schönauer von den Lauffreunden Wehratal den Erfolg zu erklären. Auch der karitative Zweck – in diesem Jahr gehen 700 Euro an die Kinderkrebshilfe in Freiburg – ist sicher ein Aspekt, warum die Läufer gerne kommen. Und der Kindertallauf über 750 Meter weckt natürlich auch schon bei den Kleinsten Spaß am Laufen.

Ob irgendwann die Marke von 500 Teilnehmern fallen wird, ist für die Veranstalter – 60 freiwillige Helfer waren im Einsatz – nicht so entscheidend. "Wir können nur für die besten Rahmenbedingungen sorgen, alles andere kommt dann eigentlich automatisch", so Schönauer.