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12. April 2010
Mitreißend, stilsicher und immer neuen Zugaben
Bekton Concert Band und Jugendmusik Spreitenbach überzeugen.
WEHR (mig). Am Ende hätte die Bekton Concert Band unter Leitung von Gyula Becker fast noch einen dritten Konzertteil anhängt. Die Zuhörer in der Stadthalle applaudierten so ausgiebig, dass das Orchester vier Zugaben spielte. Zuvor schon hatte das Blasorchester der Jugendmusik Spreitenbach aus der Schweiz das Doppelkonzert mit fünf anspruchsvollen Beiträgen eingeleitet.
Franz Schindler, der stellvertretende Vorsitzende der Bläserjugend im BDB, verwies auf den hohen Standard der von Zoltán Kodály mitbegründeten Musikpädagogik in Ungarn. Und schon nach wenigen Takten war klar, dass dies nicht nur eine Höflichkeitsfloskel gegenüber den Gästen war. Die 1967 gegründete Bekton Concert Band gewann zahlreiche Preise und durch viele Auslandstourneen internationales Ansehen. Bei den Wertungsspielen siegte die 70-köpfige Kapelle souverän in ihrer Kategorie. Sie stellte weniger landesspezifische Werke, sondern international bekannte Titel des unterhaltenden Genres vor. Aber in dem Wie liegt der Unterschied. Bestechend waren die Klarheit der Intonation, die absolute Sicherheit im Zusammenspiel und das künstlerische Temperament, das die jungen Musiker an den Tag legten. Brillant gespielt war Willy Hautvasts "Selections from Grease", mitreißend Paul Lavenders "Latin Gold", und die lyrischeren Seiten der Blasmusik kamen etwa in Elton Johns "Sorry seems to bet he hardest word" zum Vorschein. Mit schwelgerischem Klang führten sie Joe Dassins Loblied auf die Chams-Elysées auf. Zu den Höhepunkten des Abends gehörte zweifellos das als Zugabe gespielte Potpourri aus Operettenmelodien.
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Auch die 1979 gegründete Jugendmusik Spreitenbach unter Leitung von Marc Mehmann kann auf viele Auszeichnungen zurückblicken. Ein "Fahnenmaidli" sorgte optisch für Lokalkolorit, ansonsten setzte das Schweizer Orchester auf moderne Originalkompositionen. Besonders beeindruckend war Bert Appermonts "Noahs Arche". Der belgische Komponist die biblische Erzählung zum Anlass genommen, um unterschiedliche Stimmungen zu beschrieben, die das Orchester technisch gekonnt und differenziert umsetzte.
Qualitäten, die auch in Steven Reineckes mal zarter, mal heroischer Komposition "The witch and the saint" zum Vorschein kamen. Philip Sparkes London-Porträt Londons und Ferran Ferrans "Ceremonial March" rundeten die ebenfalls gelungenen Vorstellung ab.
Autor: mig


