Suserfest feiert 25-jähriges Bestehen

Jörn Kerckhoff

Von Jörn Kerckhoff

Mi, 12. September 2018

Wehr

Umfangreiches Programm und kleine Extras sollen viele Besucher nach Öflingen locken.

WEHR-ÖFLINGEN. "Das erste Suserfest wurde veranstaltet, um etwas Leben in den Öflinger Veranstaltungskalender zu bringen und Werbung für die Narrenzunft zu machen", blickt Michael Sutter, Präsident der Narrenzunft Öflingen, auf die Anfänge des Festes zurück. Das Suserfest findet am Sonntag, 23. September, zum 25. Mal statt – genau am Tag des kalendarischen Herbstanfangs in diesem Jahr. Schlachtplatte, Zwiebelwaie, neuer Suser und Musik erwarten die Gäste dann ab zehn Uhr vor oder in der Schulsporthalle – je nach Witterung.

Bruno Henle, der inzwischen verstorbene Ehrenpräsident der Narrenzunft Öflingen, hatte 1994 die Idee für das Suserfest gehabt. "Die Narrenzunft steckte damals etwas in der Krise und bestand nur noch aus dem Elferrat und den Alte Schälle", so Sutter. Mit dem Fest sollte der Öflinger Bevölkerung etwas geboten aber auch gleichzeitig die Narrenzunft wiederbelebt werden. Und es sollte auch Geld in die Kasse spülen.

Das erste Suserfest wurde noch in der Zunftstube veranstaltet. In der kleinen Küche kochten die Mitglieder selbst die Blut- und Leberwürste, Sauerkraut und Kartoffelstampf. "Da ging es ganz schön eng zu", erinnert sich der Narrenzunft-Präsident. Das Fest erfüllte seinen Zweck und wurde schnell von den Öflingern angenommen. Wegen der steigenden Besucherzahl wurde schon nach wenigen Jahren der Platz vor der Schulsporthalle genutzt, bei schlechtem Wetter weicht die Narrenzunft in die Halle aus.

700 bis 800 Gäste könne die Narrenzunft Jahr für Jahr an diesem Tag begrüßen, schätzt Tobias Berlinghof, stellvertretender Präsident der Narrenzunft. "Wir sind halt so ziemlich die Ersten mit Schlachtplatte und Suser", erklärt Berlinghof auch gleich, warum das Suserfest in Öflingen so ein Erfolg ist. Und die Leute freuen sich auf die Schlachtplatte, eines der Gerichte in der Herbstküche. Für Kinder, oder alle, die nicht so große Fans der Schlachtplatte sind, gibt es auch Currywurst mit Pommes frites.

Im Jahr 2011, zum 100-jährigen Bestehen der Narrenzunft, wurde das Suserfest sogar an zwei Tagen veranstaltet. "Mehr Gäste hatten wir da an den zwei Tagen auch nicht, es verteilte sich halt nur auf zwei Tage", erinnert sich Sutter. An einem Tag sei es kompakter und auch geselliger. Damit für Abwechslung gesorgt ist, planen die Hauptverantwortlichen immer wieder kleine Veränderungen ein. So sei mit Hüpfburg und noch ein paar anderen Sachen inzwischen auch ein Kinderprogramm Bestandteil des Festes. Aber im Großen und Ganzen habe sich das Fest so bewährt, wie es jetzt stattfinde.

Die Leute kämen vor allem wegen des Essens und der Musik, viel mehr brauche es da gar nicht. Zum Jubiläum gibt es dann aber doch noch ein kleines Extra. "Zu jeder Schlachtplatte spendieren wir einen Schnaps und jedes Kind bekommt ein Eis", verrät Michael Sutter.

Das wird dann am 23. September zur 25. Auflage des Suserfestes hoffentlich viele Gäste anlocken, spekulieren Sutter und Berlinghof. Mit einem Frühschoppen beginnt das Fest in diesem Jahr schon um 10 Uhr.

Ab 11 Uhr können die Gäste dann Essen bestellen. Ab 11.30 Uhr werden die "Fidelen Dorfmusikanten" spielen, ab 13.30 Uhr die Jugendkapelle des Musikvereins Öflingen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit soll das Fest dauern.