Wehrer wird zu Diakon geweiht

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Von BZ-Redaktion

Di, 16. Mai 2017

Wehr

Julian Donner steigt an Christi Himmelfahrt in der Kirchenhierarchie auf.

WEHR (BZ). Erzbischof Stephan Burger wird an Christi Himmelfahrt, Donnerstag 25. Mai 2017 um 13:30 Uhr, in der Wallfahrtsbasilika zum heiligen Blut in Walldürn acht junge Männer zu Diakonen weihen. Unter ihnen ist auch Julian Donner aus der Pfarrei St. Martin in Wehr.

Donner stammt aus einer Familie von Maschinenbauern und hat als ersten Beruf auch selbst Werkzeugmacher gelernt. Dass es für ihn noch andere Herausforderungen im Leben gibt, merkte er erst spät: "Zuerst habe ich mich gegen meine Berufung gewehrt. Doch durch meine Familie und Freunde wurde ich unterstützt und habe mich darauf eingelassen."

Seit 2009 ist er im Priesterseminar Collegium Borromaeum in Freiburg und studiert Theologie. Seine Auswärtssemester verbrachte er an der Pallotiner-Hochschule in Vallendar bei Koblenz. Im Praxissemester in der Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach sammelte er erste pastorale Erfahrungen, die er in seinem Diakonatsjahr in der Seelsorgeeinheit Baden-Baden-Oos weiter vertiefen wird. Für den 30-Jährigen bedeutet Glauben, die Welt mit dem gestalten, was Gott und Jesus den Menschen mit auf den Weg geben: "Gott liebt das Abenteuer – hätte er sonst uns Menschen geschaffen?." Als Pfadfinder und Erlebnispädagoge setzt Donner das ganz konkret um: Seit seiner Kindheit ist er bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) dabei und dort Stammeskurat, geistlicher Verbandsleiter. Zuletzt hat er beim Sommerlager mit dem Freiburger Pfadfinderstamm St. Albert ein 100 Quadratmeter großes Baumhaus ohne Nägel und damit ohne Beschädigung der Bäume mitgebaut: "Da ist es ganz einfach, mit den Kindern und Jugendlichen über die Werte des Menschen und die Beziehung zu Gott zu sprechen." Die Weihe zum Diakon ist für die jungen Männer eine Station auf dem Weg zur Priesterweihe und gilt als vorläufiger Höhepunkt auf dem Berufungs- und Ausbildungsweg der Priesterseminaristen. Seit September 2016 machen sie ein einjähriges Pastoralpraktikum in einer Seelsorgeeinheit der Erzdiözese Freiburg und bereiten sich auf ihre Diakonenweihe vor. Das Wort "Diakon" stammt vom griechischen Verb "diakonein". Es bedeutet "dienen" und "fürsorglich helfen".

Während der Diakonenweihe gibt es eine Reihe besonderer Rituale wie das intensive Gebet im Liegen vor Gott, das ein Ausdruck des tiefen Gottvertrauens der angehenden Diakone ist. Dann folgt das freiwillige Versprechen, ein Mann des Gebetes zu sein, den Armen zu helfen, in Ehelosigkeit zu leben und dem Bischof die Treue zu halten. Nun legt jeder Kandidat seine Hände in die des Bischofs. Der Bischof hält segnend die Hände über den Kopf des zukünftigen Diakons und spricht das Weihegebet. Im Anschluss daran werden die Diakone mit ihrer neuen "Dienstkleidung" versehen. Jeder Diakon erhält zudem eine Bibel, denn die Verkündigung des Evangeliums ist eine ihrer zentralen Aufgaben.