24 Preisträger in einem Konzert

Antje Gessner

Von Antje Gessner

Di, 10. März 2015

Weil am Rhein

Am Sonntag gaben im Haus der Volksbildung die Besten des Regionalwettbewerbs "Jugend musiziert" eine Kostprobe ihres Könnens.

WEIL AM RHEIN. Ein abwechselungsreiches Konzert haben die Preisträger des Regionalwettbewerbs von "Jugend musiziert" im Haus der Volksbildung gegeben. Von Oberbürgermeister Wolfgang Dietz erhielten alle im Anschluss ihre Urkunden.

Fast jeder zweite Teilnehmer

am Wettbewerb aus Weil
"In Weil am Rhein spielt Musik eine Rolle", sagte Dietz, der allen Preisträgern gratulierte. Von den 56 Teilnehmern des Regionalwettbewerbs im Landkreis Lörrach stammten 26 aus Weil am Rhein. Schon die Teilnahme am Wettbewerb sei eine starke Leistung der Musikschüler, aber auch eine starke Leistung von Lehrern und Eltern, sagte Karl Gehweiler, Leiter der Städtischen Sing- und Musikschule. Im Haus der Volksbildung traten nun noch einmal alle 24 jungen Musikerinnen und Musiker aus dem Landkreis auf, die sich für den Landeswettbewerb in Mannheim qualifiziert hatten.

Klavier – mal allein,

mal zu vier Händen
Aufgrund der Wettbewerbsausschreibung war das mit Abstand häufigste Instrument an diesem Abend das Klavier: Zehn Pianistinnen und Pianisten zeigten ihr Können. Anna und Ilona Hüffmann spielten vierhändig das lustige Stück "Ein Spanier für Elise" des Zeitgenossen Michael Proksch. Vierhändig spielten auch Carlotta Schuler und Linh Chi Tran. Das sanfte Wiegenlied von Gabriel Fauré wurde mit viel Gefühl und klarer Stimmführung von ihnen vorgetragen. Zu vier Händen spielten auch Zawadi Zeller und Polina Kraus. Ihr Allegro aus Mozarts Sonate D-dur interpretierten sie sehr temperamentvoll. Victor Ferger ließ perlende Klavierklänge hören. Schön abgestimmt spielten er und Nathalie Schanz auf der Violine vier melancholische Stücke mit osteuropäischen Anklängen von Josef Suk. Rumänische Volkstänze von Béla Bartók ließen Adrin Wendt am Klavier und Marten Hennig auf der Geige erklingen. Die burlesken Momente in den Tänzen bildeten einen schönen Kontrast innerhalb des Konzerts. Mit einer Sonatine von Dvorak traten Martin Ramm am Klavier und Meike Ramm, Violine, auf. Auch ihr Spiel war fein abgestimmt wie ein Dialog mit Frage und Antwort. Joel Mayer, Gesang, und Nora Shashivari am Klavier trugen souverän mehrere, sehr schöne Canzonetten von Joseph Haydn vor.

Blockflöte, Klarinette,

Trompete und Horn

Neun Preisträger traten mit Blasinstrumenten auf, wobei sie zumeist vom Klavier begleitet wurden. Die junge Lena Ballmann spielte auf der Blockflöte ein steppiges Lied von Daniel Hellbach und der ebenfalls junge Jonathan Leitherer bewies sich auf der Klarinette mit einem humorvollen jazzigen Stück von Maceo Pinkard. Simon Braun begeisterte auf der Trompete mit einem Stück von Paul Harris. Vincent Hübschmann spielte ein feierliches Stück von Henry Purcell auf der Trompete und zeigte damit auch, wie klangschön dieses Instrument ist. Für die Trompete nahm auch der Vortrag von Elena Sergejew ein. Mit viel Gefühl trug sie "Prelude et Ballade" von Guillaume Balay vor. Viel Gespür für die Musik, die er spielte, zeigte auch der junge Valentin Schmidt. Das Stück von Franz Strauss trug er frei, ohne Notenblatt auf dem Horn vor. Estelle Matthes trat mit einer Sonatine von Hans Werner Henze auf. Ihr sicheres Spiel auf der Querflöte enthielt flirrende Momente, die mit ruhigen Passagen wechselten. Auf der Querflöte begeisterte auch Franziska Eberhardt mit einer Sonate von Darius Milhaud. Ohne Klavierbegleitung spielte Johanna Bohm "Traumvogel" von Agnes Dorwarth. Vogellaute wurden auf der Blockflöte imitiert und die Töne teilweise mit der Hand gedämpft. So entstand der Effekt einer Musik, die aus weiter Ferne kommt. Ein leises doch nicht minder schönes Stück für Gitarre, "Notturno" von Johann Kaspar Mertz, trug zuletzt Sergey Fedorov als Solo vor.