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23. Januar 2012

30 Jahre – kein bisschen alt

Ranzepfiffer zogen triumphal als Napoleons "Grande Armee" in die Festhalle ein.

  1. Mit neuem Häs, fetzigen Rhythmen und schrägen Tönen begeisterten die Ranzepfiffer ihre Fans. Foto: SEDLAK

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN. 30 Jahre "Guggemusik Ranzepfiffer" – mit einem Jubiläumssymposium wurde der Geburtstag in der ausverkauften Haltinger Festhalle gebührend gefeiert. Bei dem Spektakel der Extraklasse kamen die Freunde der schrägen Töne voll auf ihre Kosten. Die Jugendgugge Nodespucker, die Ziifägge aus Efringen-Kirchen, Negro-Rhygass aus Basel oder Tschäddärä aus Lörrach-Stetten und natürlich die Jubiläumsgugge selbst gaben denn auch alles, um die Halle zum Vibrieren zu bringen.

Unter dem Motto "1982 – die achtziger Jahre" wurde bis weit nach Mitternacht nicht nur geschränzt, sondern auch getanzt und mitgesungen. Kompetent und unterhaltsam führte Roland Hauber durch die Happy Birthday Party, jede Gruppe stellte er gekonnt vor.

Doch bevor es so weit war, ehrten der Gugge-Chef Oliver König und sein Stellvertreter Dirk Siegrist langjährige und verdiente Mitglieder, allen voran Gründungsmitglied Günter "Günni" Müller, 29 Jahre ist Olaf "Olle" Steinberger schon dabei und Martin "Elfe" Elfner 26 Jahre. Als Dank für ihre großartige Leistung erhielten die drei Ehren-Mitglieder den Ranzepfiffer-Oscar.

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Beim Apero gratulierten und überreichten Marc Hess von den Ziifägge sowie Gabi Eberhardt und Manuela Arendt von der Wiibergugge "Quaakdäsche" Präsente zum 30. Geburtstag.

Günter Müller erinnerte an die Anfänge, als sich einige Musiker der Stadtmusik entschlossen, mal Musik ohne Noten zu spielen. In schwarzen Anzügen, noch ohne Häs, traten die Männer der ersten Stunde damals auf und spielten in Weiler, Grenzacher und Hertener Beizen. "Wir wollten unbedingt mal etwas anderes erleben und musikalisch ausbrechen" so Müller, der heute immer noch Trompete spielt.

Die Auftritte der jungen Truppe waren überwältigend, inzwischen spielen 47 Aktive aus der ganzen Region mit, sogar aus Stuttgart und München fahren zwei Musiker zu den wöchentlichen Proben in die Bammerstube nach Weil.

Zu Ehren der Geehrten stimmten die Nodespucker in gewohnter Manier die Anwesenden auf das Jubiläum ein. Nach dem glänzenden Auftritt der Ziifägge war der Höhepunkt der Veranstaltung kurz nach 22 Uhr angesagt. Unter Beifall wurde dem gespannten Publikum das neue Kostüm vorgestellt: Der Tambourmajor David Greiner als Napoleon mit seiner "La Grande Armée". Die Idee dazu hatte ein Gremium mit Frederic Hess an der Spitze, die Larve kreierte Sven Kahler. Geschneidert wurde das Häs in Lörrach von Marianna Zeitz und ihrer Mitarbeiterin Sefika Özkan.

In rasantem Tempo und Rhythmus, aber auch mit neuen Songs wie "Music was my first love" oder "Conquest of Paradise" ließen es die Ranzepfiffer so richtig krachen und stimmten ihre Fans weiter auf den Geburtstagsabend ein. Das überwiegend junge Publikum war begeistert, genoss das Spektakel und wippte im Rhythmus mit. Die Musikertruppe war in prächtiger Feierlaune: "Ich bin saumäßig stolz auf Euch", lobte der Vorsitzende seine Musiker.

Mit Party- und Tanzmusik bis zu Rockklassikern und passender Lichtshow inspirierte die Zwei-Mannband "Tom & Andy" das gut aufgelegte Publikum. "Es war ein tolles Jubiläumssymposium", strahlte der Vorsitzende Oliver König. "Alle haben zu einem gebührenden Fest beigetragen, die Guggen waren super, die Band Klasse und das Publikum war gut drauf. Wir laden wieder alle ein und freuen uns schon auf das Fest im 31. Jahr," so sein Stellvertreter Dirk Siegrist.

Autor: Norbert Sedlak