Alles passt – auf die Sekunde

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Di, 12. September 2017

Weil am Rhein

Einheben klappt trotz knappen Zeitfensters.

WEIL AM RHEIN (us). "Wir können richtig zufrieden sein", freute sich Polier Hartmut Bohn am Montag nach nur wenigen Stunden Schlaf über das gelungene Werk. Das Einheben der tonnenschweren Elemente für den Dreizack in der Nacht von Sonntag auf Montag geriet zur Punktlandung: zeitlich ebenso wie beim millimetergenauen Einpassen der Stahl- und Betonungetüme.

Pünktlich um 23 Uhr gab Bauüberwacher Matthias Oettel grünes Licht. Die Bahnstrecke war gesichert und die Fahrleitung abgeschaltet. Minuten später hoben die beiden Kräne jeweils eines der Stahlelemente und schwenkten sie ein. Bis Mitternacht waren bereits die ersten beiden Elemente eingehoben: das Verbindungsstück von der Trambrücke zum ersten Pfeiler, quasi der halbe Stiel des Dreizacks und das östliche Querstück. Eine gute halbe Stunde später war der Stiel des Dreizacks komplett. Auch das zweite Verbindungsstück lag millimetergenau an Ort und Stelle.

Während der kleinere der beiden Kräne fortan genutzt wurde, um auf dem Verbindungsstück Betonplatten auszulegen, die später zum eigentlichen Fußgängersteg ausgegossen werden, nahm der 400-Tonnen-Kran den Einbau des zweiten Querstücks über Gleis 6/7 in Angriff – nachdem Oettel auch Gleis 7, auf dem zuvor noch Züge gefahren waren, freigegeben hatte.

Zweieinhalb Stunden blieben nun, um zunächst das Stahlgerüst für die Treppe zum Bahnsteig 3 einzuheben und darin anschließend die drei Betontreppen einzupassen. Pünktlich um 4 Uhr war alles vorbei und das hinterste Gleis konnte wieder an die Bahn übergeben werden. Noch eine weitere Stunde blieb dem eingespielten Team um Bauleiter Jonas Kanafani und Hartmut Bohn, um die letzten Arbeiten auf dem Steg zu erledigen und die Baustelle wieder abzusichern.