Bürgermeisterwahl in Merdingen

Armin Schuster über Martin Rupp: "Ein unkonventioneller, lockerer Typ"

Hannes Lauber

Von Hannes Lauber

Mo, 27. Januar 2014 um 10:21 Uhr

Weil am Rhein

Die Wahl von Martin Rupp aus Ötlingen zum Bürgermeister von Merdingen ist in seiner Heimat als Überraschung aufgenommen worden. Bestätigt sieht sich indes der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster (CDU).

Ihm hat Rupp längere Zeit als Praktikant zugearbeitet. Rupp habe eine Sensibilität für politische Themen, sei sehr schnell "im Thema drin" und habe sich in seiner Berliner Zeit ein gutes Netzwerk aufgebaut. Das werde ihm bei seiner neuen Tätigkeit in Merdingen sehr hilfreich sein.

Schuster sieht Rupps Wahl als "schöne Bestätigung, dass das, was ich seit vier Jahren mache, richtig ist, nämlich junge Leute hier nach Berlin zum Praktikum holen, die politisch interessiert sind." Viele von denen seien inzwischen bei der Jungen Union in wichtigen Funktionen, einer bei den Grünen, einer habe es sogar zum Kreisvorsitzenden der Jungen Union gebracht. "Aber einen Bürgermeister hatte ich bislang nicht."

Rupp war zunächst für ein paar Monate Praktikant im Weiler Wahlkreisbüro Schusters, danach bot im der Bundestagsabgeordnete ein weiteres Praktikum in Berlin an, das in eine Anstellung mit Arbeitsvertrag überging, als eine Mitarbeiterin krank wurde. In dieser Zeit habe er Rupp als einen "unkonventionellen, lockeren Typ", kennengelernt, der "total offen" ist. Außerdem habe er sofort schwierige politische Themen wie etwa rund um die Eurokrise für ihn recherchiert.

Noch wichtiger findet Schuster aber, dass Rupp den Aufenthalt in Berlin genutzt hat, um gute Verbindungen aufzubauen. "Ein Bürgermeister ohne politische Vernetzung tut sich heute sehr schwer", ist Schuster überzeugt: "Und Rupp ist sehr gut vernetzt."