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07. Mai 2011
Auf der Suche nach spannenden Porträts
BZ-SERIE BEKANNTE WEILER: Sebastian Sorg hat aus einer Leidenschaft den Traumberuf gemacht.
WEIL AM RHEIN (mme). Die Musik, die Fotografie, erste journalistische Aufträge und dazu die Teamarbeit bei den Pfadfindern führten bei Sebastian Sorg unweigerlich zu seinem Traumberuf als Regisseur und Filmemacher.
Mit einem Jahr kam der am 2. Februar 1976 geborene Siegener nach Weil am Rhein. Während der Schulzeit verbrachte er viel Zeit bei den Pfadfindern. Musikalisch talentiert fing er bei der Stadtmusik mit dem Waldhorn spielen an und musizierte später in mehreren Orchestern der Region. Da Rolf Frei sein Interesse für die Porträtfotografie weckte und er gelegentlich Aufträge für kleinere Beiträge in der örtlichen Zeitung erledigte, stand für ihn bald fest, dass nach dem Abitur am Kant-Gymnasium sein Berufsziel irgendwo im Journalismus sein wird.
Ab 1997 studierte er in Heidelberg Politik und Literaturwissenschaften, machte einen Abstecher nach Bologna und legte in Berlin sein Magisterstudium ab. Zum Dokumentarfilmstudium wechselte er an die Filmhochschule München. Neben seinem Beruf als freier Regisseur gibt er heute als zweites Standbein nicht nur in München Unterricht und betreut Studenten, sondern auch an der Theaterakademie im Prinzregententheater und an der Hochschule in Nürnberg sowie am Ontario College in Toronto.
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Ausschnitte von mehreren seiner Dokumentarfilme, die in den letzten neun Jahren entstanden sind, können auf seiner Homepage angeklickt werden. Darunter sehr zur Freude aller Weiler eine Sequenz über Günther Dittes. Einen Film, den er mit alter Filmtechnik in 16mm-Format drehte, um den Bezug zur Handwerksarbeit des Schuhmachermeisters herzustellen. Bei den Dreharbeiten zum Imagefilm "La Domaine de Boisbuchet" für das Vitra Design Museum 2003 in Frankreich lernte er seine Frau Sarah Dorkenwald kennen, eine Deutsche, die in Toronto lebte. Daher versuchte er immer wieder, dort zu drehen. Einen Winter lang arbeitete er zusammen mit Dieter Kronzucker an einem Projekt in Amerika.
Inzwischen ist sein Lebensmittelpunkt mit Frau, Tochter Meret und Sohn Geza München, wo die Infrastruktur vorhanden ist, um den Spagat zwischen Beruf und Familie zu schaffen. Sebastian Sorg dreht am liebsten Porträts, besonders über Leute, die eine spannende Lebensgeschichte haben. Neben Kontakt zu Dittes hatte er stets auch welchen zu Alfred Henn, dessen Erzählungen er in sich aufsog. Neben einem Dokumentarfilm in Kenia hat er eine Vision im Kopf – einmal einen Film über Hilde Ziegler zu machen. Im Augenblick ist er an der Vorarbeit einer Produktion für den Bayerischen Rundfunk. Ebenso ist er im Team, das die Filme aussucht, für das internationalen Dokumentar-Filmfest "Dok.fest 2011", das Anfang Mai stattfindet.
Autor: mme


