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19. Mai 2017

Brücken statt Mauern bauen

Die Kunstaktion Parcours Humain Basel Dreiländereck macht am Samstag an der Passerelle Station.

  1. Dreiländerbrücke Foto: Lauber

WEIL AM RHEIN (BZ). Grenzsituationen – Situationen an Grenzen wollen Künstler am Samstag im Rahmen des Parcours Humain Basel Dreiländereck zwischen 9.30 und 18.30 Uhr an der Dreiländerbrücke aufzeigen. Unter dem Motto Brücken schlagen statt Mauern bauen, gibt es originelle Vorführungen und Installationen zu bestaunen.

Aktion Exil Elixir

9.30 bis 11 Uhr und 16 bis 16.30 Uhr:
Die Künstlerin Anmari Metsa Yabi Wili gestaltet als Pianistin, Komponistin und Performerin auf ihrem Frachtschiff eine Aktion für Menschen in Not, die als Flüchtlinge und Asylsuchende in Basel um temporäre Aufnahme ersuchen. Das Frachtschiff Lorin pendelt zwischen dem Holzpark Klybeck und der Dreiländerbrücke.

500 Schweizer Pässe

11 bis 12 Uhr und 15 bis 16 Uhr:
Die im Kollektiv Push zusammengeschlossenen Kunststudenten der Hochschule Luzern stoßen mit ihrer Aktion zur Verteilung von 500 gratis Schweizer Pässen den gesellschaftspolitischen Dialog zur Frage an, wie sich offene Gesellschaft den Herausforderungen der Migration menschenwürdig stellen soll.

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Tau/Ziehen

12 bis 13 Uhr:
In der partizipativen Installation von Raul Gschrey (Deutschland) im Grenzraum der drei Nachbarländer Schweiz, Frankreich und Deutschland wird das traditionelle Tauziehen auf drei Parteien erweitert. Doch welche Gruppen ziehen hier gegeneinander an, wer mit wem? Das Tauziehen spiegelt einen Machtausdruck, die Verteidigung eines Standpunktes – eine feste aber variable Positionierung, die anhand der Kraftverhältnisse immer neu ausgehandelt wird.

Grenz-Fall

13 bis 15 Uhr:

Mischa Camenzind (Zürich) zeigt in "Grenz-Fall" zwei Arten von Arbeiten. Zum einen löst er mit verschiedenen Medien Grenzen poetisch auf und zeichnet sie neu. Der Brückenaufgang wird durch einen Grenzzaun abgesperrt. Einlass bekommt nur, wer die willkürlich gewählten Bestimmungen wie Nationalität, Haarfarbe oder Sprache erfüllt. Zum andern konfrontiert er mit einer Aktion die Besucher direkt mit dem Gefühl der Ausgrenzung.

Oro Y Furo – Bekenntnisse

14 bis 15 Uhr:

Wie lebendige Skulpturen präsentieren sich die Schauspielerinnen des Künstlerkollektivs Danger Foxtrot (Winterthur). Mit ihren archaischen Ansätzen für menschliche Überlebensstrategien gelingt es ihnen, in einer Welt voller gebrochener Codes und Normierungen doch zu bestehen.

But … the Clouds

11 bis 16 Uhr:

Die Wolkenfahnen von Anne Immelé sind keine patriotischen Symbole, sondern stellen Fragen zu Gemeinwesen, nationaler Identität, grenzüberschreitender Flucht und Brüderlichkeit. Das Bild der Wolken verweise auf die brüderliche Zusammengehörigkeit der Menschen, jenseits ihrer Staatsangehörigkeit, jenseits der Fragen nach Identität, Kultur, Wirtschaft, heißt es dazu.

Ausstellungsraum Korsar, Holzpark Klybeck, 17 bis 18 Uhr:
Bei einem Künstlergespräch mit Fabienne Lalaus und Habib Asal erläutern die beiden Kunstschaffenden ihre im Korsar ausgestellten Werke Swee West und Noir et blanc im Zusammenhang mit dem Ausstellungsthema, bevor der Aktionstag ab 18.30 Uhr auf dem Holzpark Klybeck ausklingt.

Autor: bz