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17. Juni 2017

"Das macht den Campus zukunftssicher"

Bebauungsplan klärt die Nutzung des Vitrageländes als spannende Architekturlandschaft.

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN (ouk). Die Stadt Weil am Rhein und die Firma Vitra wollen für den Vitracampus einen Bebauungsplan erstellen. Da ein Teil des Geländes auf Haltinger Gemarkung liegt, beriet der Ortschaftsrat am Mittwoch über das Vorhaben und stimmte zu.

Interessante Bauwerke verschiedener Stararchitekten prägen den Vitracampus, zum Beispiel das Vitrahaus von Herzog & de Meuron oder die Feuerwache von Zaha Hadid. Das Unternehmen Vitra nutzt das Gelände vielseitig. Dort befinden sich Produktionshallen des international bekannten Stuhlherstellers, außerdem das Designmuseum, das Vitrahaus als Schau und Verkaufsstätte, Gastronomie und seit einem Jahr das Schaudepot des Museums mit Café.

Im Flächennutzungsplan der Städte Weil und Lörrach von 2006 spiegelt sich diese vielfältige Nutzung des Vitracampus bereits wieder. Im Norden des Geländes, wo seit 2010 das Vitrahaus steht, ist eine Sondernutzungszone ausgewiesen, in der Handel, Dienstleistung und Gewerbe erlaubt sind. Weiter im Süden, wo vor allem die Produktionshallen stehen, ist reines Gewerbegebiet. Seit der Erstellung des Flächennutzungsplanes hat das Unternehmen eine Produktionshalle, das Vitrahaus und das Schaudepot neu gebaut. Daher soll nun ein Bebauungsplan einen rechtlichen Rahmen abstecken für weitere Bautätigkeiten und die Nutzung des Geländes durch die Firma Vitra.

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Ein Ziel ist dabei auch, das Gelände, das durch außergewöhnliche Architektur geprägt ist, in diesem Sinne weiter zu entwickeln. "Bisher hat Vitra auf seinem Campus interessante Sachen gebaut", brachte es Thomas Bayer auf den Punkt. Ein Bebauungsplan könne sicherstellen, dass das so bleibe, auch wenn der langjährige Leiter des Unternehmens Rolf Fehlbaum eines Tages als Triebfeder fehlen werde, meinte er. "Mit dem Bebauungsplan gießen wir den Campus in eine Form und machen ihn zukunftssicher", fasste Bayer zusammen.

Auch Ortschaftsrat Stefan Fuchs sprach sich für die Erstellung eines Bebauungsplanes aus. Beim Vitrahaus gebe es Gastronomie auf hohem Niveau, nannte er als Beispiel. Axel Schiffmann sorgte sich, dass auf dem Vitracampus jeder Händler beliebige Waren verkaufen könnte, wenn ein Bebauungsplan dort Handel zulassen würde. Jan Bautz begrüßte es, dass auch das Kleingewerbe zwischen dem Westrand des Campus und der Bühlstraße in den Bebauungsplan einbezogen werden soll.

Autor: ouk