Droht Hunden Vergiftung?

Hannes Lauber

Von Hannes Lauber

Sa, 30. März 2013

Weil am Rhein

Hundehalterin besorgt.

WEIL AM RHEIN (nn). Ist in der Stadt ein Hundehasser am Werk, der gezielt vergiftete Köder auslegt? Diesen Verdacht hegt Margret Hauth. Ihr Labrador "Ringo" zeigte nämlich nach einem Spaziergang mit Sohn Christian typische Vergiftungssymptome – blutiger Durchfall und Unterkühlung – und musste daraufhin bei einer Tierärztin am Tropf liegen. Inzwischen geht es dem Hund wieder besser.

Während die Hundehalterin überzeugt ist, dass ein Unhold sein Unwesen treibt und vorsätzlich vergiftetes Hundefutter auslegt, äußert sich die Tierärztin zurückhaltender. Die Symptome könnten auch von einer Virusinfektion oder dem Verzehr verdorbener Nahrung herrühren.

Auch im Weiler Tierheim sind derzeit keine Fälle bekannt, dass Hunde nach dem Aufenthalt im Freien mit Vergiftungserscheinungen aufgefallen seien. Das gelte im Übrigen auch für die im Mattfeld angeblich bisweilen vorzufindenden Leberwurstbällchen, die mit Rasierklingen versetzt sein sollen. Davon erzählten Hundebesitzer zwar immer wieder einmal, sagt Heimleiterin Ilona Schmidt, doch gesehen habe sie bislang weder die hinterlistigen Köder noch betroffene Tiere. Ähnlich fällt die Auskunft der Polizei aus: Seit Anfang 2012 ist nur ein Fall von Vergiftung eines Hundes angezeigt worden. Damals ergaben die Ermittlungen jedoch keine Straftat, sondern den Verdacht, dass das Tier Kot gefressen hatte.