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15. November 2017

"Ein paar Tage ohne Einbrüche geben keine Entwarnung"

Die Polizei wird den Druck auf Diebe mit täglich wechselnden Konzepten aufrechterhalten / Zuletzt weniger Einbrüche.

WEIL AM RHEIN (us). Seit die Polizei in der vergangenen Woche eine konzertierte Aktion gegen Einbrecher gestartet hat, ist die Zahl der Einbrüche etwas zurückgegangen, zieht Dietmar Goeritz, der stellvertretende Leiter des Weiler Polizeireviers, Bilanz. Zuletzt hatte es im Stadtgebiet keine neuen Einbrüche mehr gegeben. Für die Polizei bedeute das aber noch lange keine Entwarnung. "Ein paar Tage ohne Einbrüche, das ist in der dunklen Jahreszeit eigentlich nichts", so Goertiz. Schließlich habe der Herbst gerade erst so richtig begonnen und die Vorjahre hätten gelehrt, dass das Risiko der sogenannten Dämmerungseinbrüche bis etwa März bestehen bleibe.

Entsprechend werde die Polizei auch nicht nachlassen, den Druck auf die Einbrecher möglichst hochzuhalten. Dabei versuche man, jeden Tag mit einer neuen Taktik aufzutreten. "Das heißt etwa, dass wir nicht nur mit uniformierten Kräften nach außen hin Präsenz zeigen, sondern auch viel mit Zivilstreifen unterwegs sind", so Goeritz. Wenn die Bürger also keine Polizei erkennen können, dann heiße das nicht, dass diese den Streifendienst reduziert habe, sondern, dass sie nur eben auf andere Weise die Kontrollen vornehme.

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Ganz allgemein gelte derzeit sogar, dass jede verfügbare Streife auf die Straße geschickt werde, erklärt Goeritz. Auch wenn dies für die Beamtinnen und Beamten enormen Einsatz verlange, werde man diese Strategie fortsetzen. Selbst dann, wenn das Weiler Revier Verstärkung von außen bekomme, so wie das aktuell immer wieder durch Kräfte der Bereitschaftspolizei geschehe, bedeute das nicht, dass die ortskundigen Beamten ihren Kollegen das Feld überlassen. "Wir nutzen die zusätzlichen Kräfte als echte Verstärkung, zu zusätzlichen Kontrollen zu dem, was wir hier schon auf die Beine stellen", schildert Goeritz das Vorgehen. Nur so könne es gelingen in dem großen Gebiet, das zusammen mit dem Posten Markgräflerland von Weil am Rhein bis hinauf auf den Blauen und ins Markgräflerland reiche, Präsenz zu zeigen.

Bemerkenswert ist bei den vielen Kontrollen, die nun schon seit zehn Tagen mit sehr hoher Intensität vorgenommen werden, nicht nur, dass die Diebstähle im Stadtgebiet und dem direkten Einzugsbereich von Weil am Rhein spürbar nachgelassen haben – der letzte Einbruch war in Vogelbach festgestellt worden – sondern auch, dass der Polizei trotz der großen Zahl an Personen- und Fahrzeugkontrollen bisher keine unmittelbar verdächtigen Personen untergekommen sind, die etwa durch Werkzeuge oder andere Hinweise als mögliche Tatverdächtige zu identifizieren gewesen wären. In den Vorjahren hatten die Kontrollen da doch rascher Erfolge gebracht. Die Aufgriffe der vergangenen Tage beschränken sich vor allem auf Fahren ohne Führerschein, nicht zugelassene Autos, Drogendelikte oder in einem Fall auch auf einen Verstoß gegen das Waffengesetz.

Ob das ein gutes oder eher schlechtes Zeichen sei und möglicherweise darauf hindeute, dass sich die professionellen Diebesbanden in andere Regionen zurückgezogen haben, lässt sich aber für Goeritz nicht beantworten. Er konzentriere sich mit seinen Kollegen einfach darauf, für die Diebe unberechenbar zu bleiben und freue sich über jeden Einbruch, der dadurch verhindert werde.

Autor: us