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30. November 2011

Verkehrsberuhigung

EIN WORT DAZU: Irritation, die Not tut

Autofahrer sind – wie der Mensch im Allgemeinen – Gewohnheitstiere, und so darf es nicht überraschen, dass sich Veränderungen im Verkehrsverhalten, etwa wenn es darum geht, jahrelang einstudierte Abläufe und Wege neuen Gegebenheiten anzupassen, nur sehr langsam durchsetzen. Da tut dann bisweilen auch eine gewisse Irritation der Autofahrer not, um jene Aufmerksamkeit zu erlangen, die am Ende hoffentlich dazu führt, etwa auch kleine Umwege wie die Zollfreie Straße als Verbesserung zu entdecken. Die neugeschaffene Verkehrssituation im Bereich des Berliner Platzes hat da sicher das Zeug, die entsprechenden Voraussetzungen zu erfüllen. Dass dort, wo bisher ein breiter Boulevard quer durch die Stadt führte, wo bisher sogar Platz zum Ein- und Ausparken parallel zum fließenden Verkehr war und selbst Radfahrer auf den entsprechenden Streifen keinerlei Hindernis darstellten, plötzlich eine gewisse absichtsvolle Enge herrscht und zu alledem eine Bodenwelle beim allzu schnellen Fahren aufschrecken lässt, wird schwerlich seine Wirkung verfehlen. Wie nachhaltig die ist, das wird sich dann vor allem in den benachbarten Bereichen der Hauptstraße zeigen. Tritt dort der Autofahrer wieder lustvoll aufs Gas, ist wenig gewonnen. Gewöhnt er sich an ein gleichmäßig ruhiges Fahren durch die Stadt, ebnet das den Weg zu einer gesamthaften und gewünschten Verkehrsberuhigung.

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Autor: us