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06. Juli 2015

Eine Auszeichnung für alle

Zweithöchste Feuerwehr-Ehrung für Klaus Gempp und Huber Strohmeier beim Jubiläums-Festakt.

  1. Günter Lenke, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands ehrte Stadtbrandmeister Klaus Gempp (Mitte, mit Ehefrau Gudrun) und Hauptbrandmeister Hubert Strohmeier (rechts, mit Ehefrau Heidi). Foto: Jochen Fillisch

  2. Feuerwehrpolitisches Fachsimpeln beim Stehempfang: (von links) Axel Schiffmann, Claus Weibezahl, Albert Fuchs, Rolf Rung und Gustav Walliser Foto: Jochen Fillisch

  3. Doppelte Freude über einen Scheck Foto: Jochen Fillisch

  4. Günter Lenke, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands ehrte Stadtbrandmeister Klaus Gempp (Mitte, mit Ehefrau Gudrun) und Hauptbrandmeister Hubert Strohmeier (rechts, mit Ehefrau Heidi). Foto: Jochen Fillisch

  5. Feuerwehrpolitisches Fachsimpeln beim Stehempfang: (von links) Axel Schiffmann, Claus Weibezahl, Albert Fuchs, Rolf Rung und Gustav Walliser Foto: Jochen Fillisch

  6. Doppelte Freude über einen Scheck Foto: Jochen Fillisch

WEIL AM RHEIN. Grund zur Freude hatte die gesamte Stadtabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Weil am Rhein beim Festakt zum 150-Jahr-Jubiläum im Rathaus. Aber zwei Wehrmänner strahlten besonders: Stadtbrandmeister Klaus Gempp und sein Stellvertreter Hubert Strohmeier wurden mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber, der zweithöchsten in Deutschland verliehenen Feuerwehrauszeichnung, geehrt.

Da zogen Gempp, der zuvor angesichts der Extremtemperaturen allen Feuerwehrkameraden "Marscherleichterung" zugebilligt hatte, und Strohmeier gern wieder ihre Uniformjacken an, als Günter Lenke, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes sie nach vorne bat, um ihnen das hochrangige Abzeichen anzuheften, das ihnen vom Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes Peter Kröger zuerkannt worden war. Gewürdigt wurde damit das außergewöhnliche Engagement von Hauptbrandmeister Strohmeier, der schon 1991 Abteilungskommandant in Friedlingen wurde, seit 2010 die Stadtabteilung führt und seit 2007 Gempps Stellvertreter ist, sowie von Stadtbrandmeister Gempp, der seit nunmehr 17 Jahren an der Spitze der Weiler Gesamtwehr steht. "Ihm ist es gelungen, die Feuerwehr Weil am Rhein zu einer modernen und schlagkräftigen Wehr mit einem hohen Ausbildungsstand zu formen", lobte Lenke.

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Damit war klar, dass die hohe Ehrung auch eine Auszeichnung für die gesamte Weiler Feuerwehr darstellt. Und die, das machte Bundestagsabgeordneter Armin Schuster deutlich, arbeitet an einem besonders riskanten Standort mit dem Rhein, der Autobahn, der Eisenbahn, Gefahrguttransporten und trinationalen Einsätzen: "Weil am Rhein ist nicht irgendein Feuerwehrstandort, sondern ein Hotspot." Und Justizminister Rainer Stickelberger erinnerte an große und gefährliche Einsätze der Weiler Wehr, unter anderem bei der Sandoz-Katastrophe. Er kündigte an, die Landesregierung werde das Feuerwehrgesetz ändern, um mehr Nachwuchs für die Feuerwehren zu gewinnen.

Um den brauchte man sich vor 150 Jahren noch nicht zu sorgen. Oberbürgermeister Wolfgang Dietz erinnerte nicht nur an die geschichtlichen Fakten und die gesellschaftlichen Umstände im Gründungsjahr, sondern auch an die "historische Kontinuität" von damals bis heute: "Feuerwehrleute wollten und wollen helfen." Das Beseeltsein von der Idee bürgerschaftlicher Selbsthilfe und gegenseitiger Unterstützung verbinde wie ein unsichtbares Band die Gründungskameraden mit den heutigen Wehrmännern, "und allen, die im Laufe der vergangenen 150 Jahre in Löschzügen, Gruppen, Abteilungen, oder für die Gesamtwehr Verantwortung trugen". Worte, die sicher auch bei den zahlreich erschienenen Mitgliedern der Altersabteilung gern gehört wurden.

Der neue Kreisbrandmeister Christhoph Glaisner, der auch die Grüße von Landrätin Marion Dammann überbrachte, würdigte die ständige Bereitschaft der Weiler Feuerwehr zur Weiterbildung und gab zu bedenken, dass Freiwillige Feuerwehr heutzutage kein Selbstläufer mehr sei. Die Festredner dankten nicht nur den Wehrleuten, die im Einsatz für den Nächsten ihr Leben riskieren, sondern auch den Angehörigen, die das nötige Verständnis dafür aufbringen, und den Arbeitgebern, die es ermöglichen, dass die Wehrleute ihrer verantwortungsvollen Aufgabe nachgehen können. Der neue Imagefilm, der beim Festakt uraufgeführt und viel beklatscht wurde, könnte helfen, dieses Verständnis zu vertiefen.

Ein Fotoalbum vom Festabend "150 Jahre Freiwillige Feuerwehr" finden Sie im Internet unter mehr.bz/feuerjubi

INFO: DAS PROGRAMM

Vom 10. bis 13. Juli feiert die Weiler Feuerwehr ihr 150-Jahr-Jubiläum am LGS-Festplatz mit der Bevölkerung:

Freitag, 10. Juli:

21 Uhr baden.fm-Powerparty

Samstag, 11. Juli:

9.30 Uhr Oldtimerrallye

14 Uhr Treffen der Altersabteilungen

20 Uhr Comedy Salon mit fünf Comedians, u.a. mit "Ausbilder Schmidt"

22.30 Uhr Tanz mit Volume 6

Sonntag, 12.Juli:

10 Uhr Ökumenischer Festgottesdienst

11 Uhr Frühschoppenkonzert

14 Uhr Festumzug

19 Uhr Unterhaltungsabend/Tanz

Montag, 13. Juli:

14 Uhr Kindernachmittag

17 Uhr Handwerkerhock

20 Uhr Tanz mit Volume 6/Ausklang  

Autor: jof

Autor: Jochen Fillisch