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19. November 2010

Eine Ü-30-Party für mehr Lehrer und kleinere Klassen

KURZ GEFRAGT mit Richard Brugger, der in Kooperation mit dem Elternbeirat des Kant-Gymnasiums heute in den Hadidbau einlädt.

  1. Richard Brugger Foto: SWR

WEIL AM RHEIN. Heute Abend lädt der Verein "Schule mit Zukunft" in Kooperation mit dem Elternbeirat des Kant-Gymnasiums zu einer Ü-30/Ü-40Party in den Hadidbau. Richard Brugger, Gründungsmitglied des Vereins, der sich für eine Verbesserung der Schulpolitik in Baden-Württemberg stark macht, will dabei innerhalb der landesweiten Aktion "Lichterkette" ein Zeichen setzen, wie er Ulrich Senf erklärt.

BZ: Eine landesweite Lichterkette will der Verein "Schule mit Zukunft" heute initiieren. Wie passt da eine Party dazu?

Brugger: Ich denke, auch wenn man auf sehr ernsthafte Themen aufmerksam machen will, darf das durchaus in einer lockeren Form geschehen. Mit der Party hoffen wir, möglichst viele Eltern anzusprechen. Und ganz verzichten werden wir auch nicht auf eine Lichterkette. Wir wollen den Weg zum Hadidbau mit Lichtern erleuchten, und auch im Hadidbau werden wir dann eine Lichterkette entzünden.

BZ: Worum geht es Ihnen denn bei der Zielsetzung der Party?

Brugger: "Schule mit Zukunft" hat sich zum Ziel gesetzt, die Situation der Schulen zu verbessern und auf Missstände aufmerksam zu machen. Dabei geht es zunächst darum, die Lehrerversorgung so zu verbessern, dass zu jeder Zeit gewährleistet ist, dass kein Unterricht ausfällt. Dazu kommt die Forderung nach kleineren Klassen. Hier halten wir Gruppen mit 20 Schülern für optimal. Das würde auch das kreative und soziale Potenzial der Schüler besser abrufen. Darüber hinaus geht es uns darum, die Aus- und Weiterbildung der Lehrer zu verbessern, damit sie auch den sich ständig verändernden Anforderungen gerecht werden können.

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BZ: Wie eng sind die Verbindungen von Elternbeirat und "Schule mit Zukunft"?

Brugger: Die Frage nach mehr Lehrern und kleineren Klassen beschäftigt uns natürlich auch im Elternbeirat immer wieder. Da gibt es viele Überschneidungen. Ich sehe meine Aufgabe als Mitglied bei "Schule mit Zukunft" darin, über die eigene Schule hinaus auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen und damit die Öffentlichkeit zu mobilisieren.

BZ: Wie kamen Sie zum Verein "Schule mit Zukunft"?

Brugger: 2008 habe ich als Elternvertreter am Kant mit über 5000 Eltern in Stuttgart für mehr Lehrer und kleinere Klassen demonstriert. Daraus ergab sich eine lose Initiative von Eltern vor allem aus dem Freiburger Raum, die später in den Verein mündete. "Schule mit Zukunft" habe ich damals mit aus der Taufe gehoben, da ich denke, dass diese Themen immer weiter in die Öffentlichkeit getragen werden müssen.

BZ: Wie kann die Party heute Abend im Hadidbau dabei helfen?

Brugger: Der Eintritt von fünf Euro kommt dem Verein zugute. Zudem liegen natürlich Flyer und Infomaterial aus.

BZ: Können Sie konkret sagen, in was für Projekte das Geld fließt?

Brugger: "Schule mit Zukunft" benötigt das Geld vor allem, um möglichst aktuelle Flyer und andere Informationsmaterialien drucken zu können.

Autor: us