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15. Juni 2009

Eine wichtige Anlaufstelle

Betreuer Martin Illgen sieht im Pro-Juz in Haltingen einen guten Einstieg in die Jugendarbeit

  1. Martin Illgen Foto: Lauber

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN. Die Jugendarbeit in Haltingen befindet sich auf einem guten Weg, ist aber noch längst nicht am Ziel. Mit diesem Eindruck verließen die Ortschaftsräte kürzlich das provisorische Jugendzentrum im Keller der Festhalle, wo ihnen der neue Betreuer Martin Illgen einen Überblick über seine Arbeit und seine ersten Erfahrungen gegeben hatte. Fazit der Ortschaftsräte: Ein neues Jugendzentrum ist dringend erforderlich.

Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass im Untergeschoss der Festhalle verschiedene Nutzungen nebeneinander zurecht kommen müssen. Außer den Jugendlichen sind dort nämlich auch noch der Musikverein und Kampfsportgruppen untergebracht, die sich mitunter bei ihren Übungseinheiten von den Jugendlichen gestört fühlen. Das sei kein böser Wille, verdeutlichte Illgen, lasse sich aber etwa beim Besuch der Toiletten kaum vermeiden. "Da gibt es immer wieder mal Konflikte", sagte der 45-Jährige, sah dies gleichwohl nicht als einen großen Nachteil der Räume. Schwerer wiegt schon, dass die Küche nicht zur Zubereitung von Speisen geeignet ist. Ein Essen mit mehreren Personen ist also fast unmöglich.

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Außerdem lässt es der Jugendraum angesichts seiner Größe kaum zu, dass sich dort wesentlich mehr Jugendliche treffen, als derzeit regelmäßig kommen. An den beiden Öffnungstagen sind es jeweils 15 bis 20, wobei deutsche und ausländische Besucher gleichermaßen vertreten sind und auch gut miteinander zurecht kommen, wie Illgen versicherte. Das ist gemessen an der Gesamtzahl von Jugendlichen in Haltingen, die etwa bei 1400 liegen dürfte, aber eine recht kleine Gruppe, die im Interesse einer wirksamen Jugendarbeit auf jeden Fall größer werden sollte. Ein JuZ-Neubau mit mehr Platz steht daher auf der Wunschliste von Illgen ganz weit oben.

Er machte den Ortschaftsräten aber auch deutlich, dass man sich Gedanken über eine personelle Verstärkung machen sollte. Da etwa 30 Prozent der Besucher Mädchen sind (Illgen: "Für einen offenen Treff ist das sehr viel"), sollte über kurz oder lang eine weibliche Betreuerin als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Außerdem hielte Illgen eine Erweiterung der Öffnungszeiten für wünschenswert. Mit seinen zehn Stunden pro Woche sei das nicht zu machen. Er habe sogar die bisher geltenden Öffnungszeiten ein wenig gekürzt, um ausreichend Zeit für organisatorische und vorbereitende Arbeiten zu haben.

Das Pro-JuZ ist deshalb nun nicht mehr montags, sondern dienstags von 18 bis 21 Uhr für Jugendliche ab 13 Jahren geöffnet. Am Mittwoch gehört der Treff von 15 bis 17 Uhr den 8- bis 12-Jährigen, von 17 bis 19.30 Uhr sind dann noch einmal die Älteren an der Reihe.

Autor: Hannes Lauber