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07. April 2015

Fahrplan für den Bahnausbau steht

DB informiert mit Sondernewsletter und Rundem Tisch über bevorstehende Baumaßnahmen in Haltingen.

  1. Foto: lauber

  2. Foto: lauber

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN (jof). Beim viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn werden in Haltingen zahlreiche Baumaßnahmen umgesetzt. Neue Brücken, Straßen und eine Schallschutzwand entstehen und werden auch das Stadtbild verändern. Die Deutsche Bahn informiert in diesen Tagen die Anwohner in einem Sondernewsletter detailliert über die bevorstehenden Maßnahmen, außerdem lädt sie zu einem Runden Tisch am Donnerstag, 23.April, ins Haltinger DB-Infocenter.

Bei dieser Veranstaltung geht es nicht nur um den Ablauf der geplanten Maßnahmen und die damit verbundenen Beeinträchtigungen für die Bevölkerung, sondern auch um Neuerungen bei der 3 D-Computeranimation und um den aktuellen Stand beim Einbau passiver Schallschutzmaßnahmen in Haltingen und Weil am Rhein.

Die umfangreichen Arbeiten zwischen den Eisenbahnüberführungen Nordwestumfahrung und Heldelinger Straße bringen zwangsläufig auch Einschränkungen und Änderungen der Verkehrsführung mit sich, auch werden Lärmbelastungen durch Bauarbeiten in der Nacht unumgänglich sein.

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Beim Bau der Eisenbahnüberführung Nordwestumfahrung (1)
wird die zweispurige Straße künftig Auto- und Radfahrer getrennt unter den Eisenbahnschienen hindurchführen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2016 beginnen, die Inbetriebnahme ist 2018 geplant.

Ab Mitte Mai 2015 wird die Festhallenbrücke (2)
zurückgebaut. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen Mitte April, erste Sperrungen des Bromenackerwegs sind ab 20. April geplant. Hinweise zu Brückensperrung und Umleitungen werden rechtzeitig eingerichtet. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte August 2015. Mit Inbetriebnahme der Nordwestumfahrung (NWU) 2018 wird es westlich einen neuen Anschluss über den Märktweg an die NWU geben.

Westlich der Bahnanlagen, zwischen Heldelinger Straße und Festhallenbrücke, wird von Mai bis voraussichtlich August 2016 eine Stützwand (3)
realisiert. Sie sichert den Geländesprung zwischen den neuen Schienen und dem bestehenden Gelände und wird in mehreren Bauabschnitten errichtet. Auf die rund 800 Meter lange Stützwand wird später eine Schallschutzwand gesetzt. Die Schallschutzwand wird bis zu fünf Meter über Stützwandoberkante hoch sein und mit hoch absorbierenden Wandelementen ausgestattet sein, die ab Anfang 2016 eingehängt werden.

Um die Anwohner im Bereich Märktweg 10 bis 62 vor dem Baustellenverkehr auf der Baustraße zu schützen, wird Ende April 2015 zwischen den Häusern und der Baustraße eine bis zu drei Meter hohe Schutzwand aus Holz (4)
errichtet. Zusätzlich wird in diesem Bereich eine Sprinkleranlage eingebaut, die die Staubentwicklung auf ein Minimum reduziert.

Die neue Baustraße (5)
wird bereits westlich der Bahngleise angelegt. Im Nordwesten von Haltingen wird sie über eine Querspange an das öffentliche Straßennetz angeschlossen. So wird der gesamte Bereich vom Baustellenverkehr weitgehend entlastet. Die Straße kann in Richtung Norden bereits befahren werden, die Nutzung in Richtung Süden ist erst möglich, wenn die Garagen im Märktweg verlegt sind. 24 Garagen im Märktweg liegen im Bereich der neu zu errichtenden Stützwand, deshalb müssen die Garagen verlegt werden. Hierzu wird auf dem Grundstück der Firma Rose in der Heldelinger Straße (7)
das vorgesehene Gelände befestigt. Zehn Garagen sind bereits umgezogen, die übrigen 14 werden ab Anfang April verlegt.

Mitte März wurden an der Eisenbahnüberführung Heldelinger Straße (8)
die Stahlträger für den Überbau eingehoben. Aktuell erfolgt die Betonage des Überbaus. Ab Ende April wird die Heldelinger Straße wieder zweispurig befahrbar sein. Gebaut wird zwar noch bis September, es wird jedoch kaum noch Einschränkungen für Autofahrer geben. Für die DB-Bauarbeiten werden zwei Baustelleneinrichtungsflächen benötigt: eine zwischen Baustraße und Märktweg (6A)
, eine beim Bahnhof (6B)
besteht bereits.

Um den Zugverkehr auf der sehr stark befahrenden Rheintalbahn so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, müssen die Arbeiten zum Abriss der Festhallenbrücke nicht nur tagsüber, sondern auch in den nächtlichen Zugpausen realisiert werden, und zwar vom 17. Mai bis 14. Juni. Die genauen Zeiten werden wir rechtzeitig veröffentlichen.

Autor: bz