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16. Juli 2017 20:05 Uhr

Weil am Rhein

Feuerwehr löscht Brand im Lager von Remondis

Für einen Großeinsatz beim Recyclingunternehmen Remondis musste die Feuerwehr am Sonntagvormittag ausrücken. Die Einsatzkräfte hatten das Feuer nach 40 Minuten im Griff.

  1. Müll ist in einer Lagerhalle der Firma Remondis in Märkt in Brand geraten. Die Feuerwehr war mit vier Abteilungen und 40 Mann im Einsatz. Foto: Hannes Lauber

  2. Dichter Rauch dringt aus der Lagerhalle von Remondis, in der ein Müllhaufen in Brand geraten ist. Foto: Hannes Lauber

  3. Ein Atemschutzträger bereitet sich auf seinen Einsatz vor. Foto: Hannes Lauber

  4. Löschangriff am Eingang der Halle. Foto: Hannes Lauber

Ein Brand in der Lagerhalle des Recyclingunternehmens Remondis im Märkter Gewerbegebiet hat am Sonntag einen Großeinsatz der Weiler Feuerwehr ausgelöst. Der Alarm ging um 11.21 Uhr über einen Brandmelder ein. Zuvor hatten Anrufer bei der Polizei schon eine Rauchsäule und Sichtbehinderungen auf der Autobahn gemeldet. Als die Feuerwehrleute in Märkt eintrafen, stand etwa ein Drittel eines großen Müllbergs in der Halle des Unternehmens in Flammen. Gegen 11.45 Uhr hatte die Feuerwehr das Feuer gelöscht. Personen kamen nicht zu schaden.

Kein Personenschaden

Wie Frank Sommerhalter, der Leiter der Weiler Feuerwache, am Sonntag der Badischen Zeitung mitteilte, fanden seine Leute beim Eintreffen am Unglücksort einen etwa 15 Meter langen, 15 Meter breiten und sechs Meter hohen Müllhaufen vor, dessen Oberfläche zu etwa einem Drittel in offenem Feuer stand und der sowohl aus gelben Säcken als auch Sperrmüll bestand. Über der Halle von Remondis stieg zu diesem Zeitpunkt eine dichte Rauchwolke in den Himmel, die weithin sichtbar war. Die Feuerwehrleute begannen umgehend mit dem Löschangriff, wobei auch die Drehleiter zum Einsatz kam.

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Bereits um 11.45 Uhr war das Feuer gelöscht. Nach wie vor stieg aber Rauch aus dem Müllhaufen auf, sammelte sich unter dem Dach der Lagerhalle und quoll dann durch die geöffnete Front und durch andere Öffnungen ins Freie. Wegen der starken Rauchentwicklung waren zahlreiche Atemschutzträger im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Noch während des Einsatzes begann der Messtrupp der Abteilung Haltingen mit Messungen der Umgebungsluft, um gegebenenfalls giftige Stoffe feststellen und einer Gefährdung von Menschen begegnen zu können.

Glutnester sorgen für lange Nachlöscharbeiten

Obwohl der Brand vergleichsweise rasch gelöscht werden konnte, kündigte der Leiter der Feuerwache, Frank Sommerhalter, bereits kurz nach 12 Uhr an, dass die Nachlöscharbeiten wegen des großen Haufens und der darin möglichen Glutnester noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen werde. Mit schwerem Gerät wurde später der rauchende Haufen auseinandergezogen.

Einen ähnlichen Brand hatte es bei Remondis im Februar 2016 gegeben. Damals entdeckten Arbeiter das Feuer und konnten rasch reagieren, so dass die Folgen des Brands deutlich kleiner blieben.

Sogar Feuerwehr-Oldtimermuss ausrücken

Am Einsatz in Märkt waren am Sonntag vier Abteilungen der Feuerwehr und etwa 50 Angehörige beteiligt. Ausrücken mussten auch etliche Haltinger Feuerwehrleute sowie zwei Fahrzeuge der Haltinger Wehr, die eigentlich zu Vorführzwecken beim 1250-Jahr-Fest beim Haltinger Rathaus ausgestellt waren, darunter auch ein Feuerwehroldtimer, der dringend benötigte Schläuche zum Brandort fahren musste. Danach konnte er allerdings gleich wieder zurückfahren und seinen Verpflichtungen als Ausstellungsstück weiter nachkommen.

Autor: Hannes Lauber