Gelungene Premiere für die allerjüngsten Sänger

luel

Von luel

Mo, 13. Juni 2016

Weil am Rhein

Mit witzigen Tiergeschichten, originellen Liedern, Sprechstücken und vor allem viel Spaß meisterten die "Minis" ihren Auftritt.

WEIL AM RHEIN (luel). Motiviert, gut gelaunt und mit viel Freude am Gesang begeisterte der "Kinderchor Mini" am Samstag das stolze Publikum im Alten Rathaus mit seinem ersten öffentlichen Konzert.

Ungefähr 25 Kinder zählt der Kinderchor, der als Kooperation des Gesangvereins Weil 1836 e. V. mit der Städtischen Sing- und Musikschule Weil am Rhein geführt wird. Unter der Leitung von Karl Gehweiler traten die jungen Sängerinnen und Sänger zwischen fünf und sieben Jahren zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf und präsentierten mit strahlenden Gesichtern ihr umfassendes Liederrepertoire. Der große Saal im Alten Rathaus in Altweil war am vergangenen Samstag ab 17 Uhr voll besetzt mit Eltern, Geschwistern und Verwandten, die stolz ihre Smartphones zückten, um das Konzert in Form von Fotos und Videos festzuhalten.

Der Auftritt war in drei Partien aufgeteilt. Zum Auftakt stellten die Mädchen und Jungs, gekleidet mit roten T-Shirts, ihre mit Handbewegungen begleiteten Einsingübungen vor. Die Kinder trafen unter der Anleitung ihres Chorleiters fast nahezu perfekt den Ton und zeigten Spaß an den teils lustigen Texten. Karl Gehweiler bewies durch seine kindgerechte und motivierende Art die Freude an der Arbeit mit den Kleinen.

Der zweite Teil bestand aus einer "Siebenschläfer-Geschichte", die von einem jungen Siebenschläfer namens Uklis erzählt, der nicht genug Geduld aufweist, um Winterschlaf bis zum Monat Mai zu halten. Während Karl Gehweiler den Text las, machten die Kinder dazu die passenden Bewegungen, stellten sich zum Beispiel schlafend und legten sich so auf den Boden der erhöhten Bühne. Dazwischen präsentierten sie dann die Lieder mit den schönen Texten und die eingeübte Choreographie.

Der dritte und damit letzte Abschnitt bestand aus vielseitigen Gesangsstücken. Der Chor präsentierte diverse Lieder wie "Die kleine Spinne" oder "Das kleine Reimlied", genauso wie "Sascha, die Vogelscheuche", bei dem zwei Kinder als Vorsänger auftraten und damit Mut bewiesen, solistisch vor dem vollen Saal zu singen. Ihr Können zeigten die Nachwuchssänger auch durch die Kanons "Finster, finster", der einem Gespenster handelt, oder "Der Kakadu", ein Lied über ein Gummibärchen essenden Vogel.

Auch ein Sprechstück war Inhalt des Repertoires, das mit den ungewöhnlichen Silben, Klatschern, Flüstern und Schreien einen Hauch von Urwaldflair in den Saal brachte.

Damit das rundum zufriedene Publikum noch ein Foto der Gruppe für das Familienalbum schießen konnte, durfte der Chor mit der Erlaubnis von Dirigent Karl Gehweiler ein Schimpfwort ausrufen. Auf seinen Einsatz hin erschallte ein vielstimmiges "Ameisenscheiße", was allseits Gelächter auslöste.