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11. August 2017

Goldwürdige Konstanz auf hohem Niveau

Drei Leichtathleten aus dem Bezirk bei der Senioren-Europameisterschaft in Dänemark / Staffelgold für Sinah Hänssler.

  1. Gold, Silber, Bronze: Björn Wind und Sinah Hänssler bescherten dem TuS Lörrach-Stetten den kompletten Medaillensatz. Foto: ZVG

LEICHTATHLETIK (BZ). Es gibt Leichtathletik-Meisterschaften, da ist die Konkurrenz mitunter recht überschaubar. Gerade bei kleineren Titelkämpfen genügt in mancher Altersklasse auch schon mal allein der Start, ein gültiger Versuch zu einer Medaille. Bei der Senioren-Europameisterschaft in Aarhus, Dänemark, galt das für Björn Wind vom TuS Lörrach-Stetten sicher nicht. Im Weitsprung der M 40 trat er gegen zehn Konkurrenten an – und gewann am Ende Silber.

Die Gesamtleistung des TuS-Athleten war dabei durchaus goldwürdig, denn kein anderer Weitspringer der M 40 lieferte einen derart konstanten Wettkampf auf hohem Niveau. Bei Winds ersten fünf Sprüngen lag die Spannweite bei lediglich zwölf Zentimetern, zweimal erzielte er 6,33 Meter.

Altmeister Franz Didio kann es nicht lassen

Vor dem sechsten und finalen Durchgang lag er in Führung. Während Wind allerdings diesmal kein gültiger Versuch gelang, schnappte ihm der Spanier Bas Bernardez Rodriguez – dessen bester Sprung war bis dahin mit 6,10 m notiert – mit einem Satz auf 6,41 m im letzten Moment den EM-Titel noch weg.

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Silber für Wind, und für den TuS Lörrach-Stetten komplettierte sich der Medaillensatz an der EM noch dank Sinah Hänssler. Sie war in der W 35 in mehreren Disziplinen angetreten, mit den deutschen Staffeln gewann sie zwei Medaillen: Gold und Bronze. Zum Europameistertitel lief Hänssler mit der 4x100-Meter-Staffel (Christine Priegelmeir, Daniela Kliche und Jennifer Schmelter). Das deutsche Quartett gewann in 49,18 Sekunden und distanzierte den Zweiten Frankreich um 1,73 Sekunden. Über 4x400m erreichte die deutsche Equipe den dritten Platz in 4:07,28 Minuten.

In den Einzeldisziplinen glückte Hänssler über 200 Meter der Einzug ins Finale, dort erreichte sie mit 26,77 Sekunden den siebten Platz. Über 100 m (13,18 s) fehlten ihr als Zehnte 0,17 s zu Rang acht und damit den Endlauf, im Weitsprung wurde Hänssler Zwölfte (4,20 m).

Die Reise nach Dänemark ließ sich auch ein dritter Akteur vom Hochrhein nicht nehmen: Franz Didio vom ESV Weil, der auch schon mal mit dem Ende seiner Laufbahn als Leichtathlet geliebäugelt hat. Bei der EM erreichte er im Kugelstoßen der M 70 den sechsten Platz (11,99 Meter), den Diskuswurf schloss er auf Rang 14 (30,13 Meter) ab.

Ausgelastet war der Weiler Altmeister damit allerdings nicht, er trat zudem im Wurffünfkampf an. Allzu viel fehlte Didio nicht, um mit einer Medaille aus Dänemark zurückkehren: Er wurde Vierter mit 3754 Punkten. Im Speerwurf verzeichnete er mit 33,85 m die Bestweite der Konkurrenz. Nach Kugelstoßen (11,95 m), Diskus- (34,65 m), Hammer- (35,21 m) und Gewichtweitwurf (14,27 m) fehlten ihm 75 Zähler zu Bronze. Doch auch für Didio galt: Die Konkurrenz auf europäischer Bühne war groß, und ein vierter Platz bei der EM ist höher einzustufen als so mancher regionaler Titelgewinn.

Autor: bz