Haltinger Rad soll nicht vom Busverkehr abgehängt werden

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Do, 20. September 2018

Weil am Rhein

Mitglieder des Bauausschusses plädieren für zeitlich limitierten Zubringerdienst aus dem Wohngebiet zur Linie 12 / Stadt soll mit der SWEG nachverhandeln.

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN (us). Die Einschränkungen im Busverkehr, die mit der Sperrung der Brücke an der Güterstraße für Fahrzeuge über 7,5 Tonne Gesamtgewicht einhergehen, wollen die Mitglieder des Bauausschusses so nicht hinnehmen. Gemeinsam forderten sie die Verwaltung auf, mit der SWEG Verhandlungen aufzunehmen, um eine Lösung herbeizuführen.

Eugen Katzenstein regte an, dass die SWEG einen Zubringerdienst aus dem Rad zur Linie 12 aufbaut. Man müsse in solch einer Situation Flexibilität zeigen, um die Bürger weiter beim ÖPNV zu halten. Selbst den Einwand des Ersten Bürgermeisters Huber, dass ein Ersatzverkehr viel Geld koste, wollte er nicht gelten lassen. Es handle sich schließlich um eine Ausnahmesituation, hielt er Huber entgegen. Der Zubringerdienst sei ja nicht für ewig, sondern nur so lange nötig, bis die Ersatzbrücke gebaut sei.

Unterstützung erhielt Katzenstein von Stadtrat Harms, der ebenfalls hinterfragte, ob es nicht möglich wäre, einen kleineren und damit wendigeren Bus auf der Strecke einzusetzen.

Diesen Vorschlag, so Huber, habe man bereits mit der SWEG diskutiert. Dabei habe die SWEG erklärt, dass die Busse der Linie 12 zwischen Haltingen und der Kernstadt so stark genutzt würden, dass ein kleinerer Bus nicht ausreiche, um alle Fahrgäste zu befördern. Selbst für das Rad würde ein kleiner Bus nicht jederzeit ausreichen, da es sich dabei doch schon um ein ganz beachtliches Wohngebiet handle und viele Bewohner den Bus nutzten.

Sauer aufgestoßen ist OB Dietz der lange Vorlauf, den die nun anstehende Sanierung der Brücke aus dem Jahr 1904 hatte. Vor allem der Einbezug der Denkmalschützer habe die Planung für das historische Bauwerk sehr schwerfällig gemacht. Seit inzwischen elf Monaten würden sich die Stadt, die Bahn und die Denkmalschützer schon mit dem Thema beschäftigen. "Da hoffe ich nur, dass nicht am Ende eine unbefahrbare, aber dafür denkmalgeschützte Brücke herauskommt", fasste er seinen Ärger zusammen.

Ein Ersatzbauwerk soll nun schon in Kürze erstellt werden – allerdings ist es nur eingeschränkt nutzbar. Das Problem sei dabei nicht die Nutzlast, auf die die Brücke ausgerichtet ist, sondern der Umstand, dass die Straße von der Brücke zum Wohngebiet durch eine enge Kurve führen müsse, durch die die langen Stadtbusse nicht kommen, wie Erster Bürgermeister Huber am Dienstag im Bauausschuss ausführte.