Ein wahrhafter Höhepunkt

Herbstzeitlose auf dem Roche-Turm

nos

Von nos

Mo, 20. März 2017 um 17:12 Uhr

Weil am Rhein

Einen Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes, erlebten am Samstag die Herbstzeitlosen (VHS der Älteren) beim Besuch des Roche-Turmes, dem mit 178 Meter höchsten Hochhaus der Schweiz.

Die 20 Besucher schwelgten in Superlativen: Phantastisch, beeindruckend, bestechend schön, oder "Ich bin einfach überwältigt", als sie die Aussicht von der Pebbles Lounge im 38. Stock genossen. Und in der Tat, die Rundum-Aussicht ist grandios. Zudem konnten sich die Herbstzeitlosen ein Bild vom Innenleben des Rochetowers mit dem 500 Plätze umfassenden Auditorium und dem Mitarbeiterrestaurant im vierten Stock machen.

Treffpunkt war bereits um 9 Uhr in der Grenzacher Straße 124 in Basel. Bedingt durch die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, die wirkten als wäre man am Flughafen – eine Kopie des Personalausweises musste schon vorab abgeben werden – ist es ratsam, rechtzeitig zu dem Termin zu erscheinen. Die Besichtigung des neuen Wahrzeichens von Basel dauert rund eine Stunde. Am Empfang erklärte Ria Wipf, eine kompetente Führerin auf Baseldytsch die Spielregeln. Es dürfen nur Fotoapparate und Handys mitgenommen werden, Jacken und Rucksäcke müssen abgeben oder im Schließfach verstaut werden. Im ganzen Haus herrscht Rauchverbot, Fotografieren ist nur im Erdgeschoss sowie im 38. Stock erlaubt. In den 41 Stockwerken, eigentlich sind es 42, weil der 18. ein Doppelstockwerk ist, arbeiten rund 2000 Menschen auf 74 000 Quadratmeter. Dazu kommen noch etwa drei Kellergeschosse mit 20 Meter Höhe. Die Chefetage befindet sich nicht in dem Gebäude, erklärte die Führerin auf Nachfrage.

In den obersten drei Stockwerken ist die Technik untergebracht, informierte Ria Wipf, bevor es mit dem Fahrstuhl in 36 Sekunden in 162 Meter Höhe in den 38. Stock ging. Insgesamt gibt es elf Personenlifte, von denen drei direkt nach oben fahren. Dort oben befindet sich die Cafeteria, die durch eine elegante Innenarchitektur besticht, aber leider nur dem Personal vorbehalten ist. Die Aussicht ist atemberaubend – gegenüber liegt nur wenige Kilometer entfernt der 250 Meter hohe Fernsehturm St. Chrischona, das höchste Gebäude der Schweiz. Gut zu erkennen sind der Rheinverlauf mit dem Wasserkraftwerk Birsfelden und das St. Jakobstadion des FC Basel – um das Basler Münster zu erkennen, muss man schon ganz genau hinschauen. Bei klaren Sichtverhältnissen sind sogar die Berner Alpen zu sehen, so die Führerin. Natürlich richteten sich die Blicke der Besucher auch auf Weil am Rhein und den Tüllinger.

Nach dem Fotoshooting ging es hinab in das Kommunikationszentrum im 24. Stockwerk, von denen es insgesamt zehn gibt. Die Bürolandschaft sei variabel und werde geprägt durch einen Mix von Einzel- oder Gruppenbüros, erklärt die Führerin. Jeder Mitarbeiter kann individuell Licht und Temperatur an seinem Arbeitsplatz regeln. Insgesamt wird das Gebäude von rund 10 000 LED-Lampen erhellt, dazu kommen 2650 Fenster, bei denen auch der Vogelschutz berücksichtigt wurde. 550 Millionen Franken kostete der Bau, den die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron planten.

Insgesamt bieten die Herbstzeitlosen fünf Führungen zum Roche Turm in diesem Jahr an, informierte deren Leiterin Caro Lefferts und alle seien bereits ausgebucht. Sie hofft, für den Herbst noch weitere Führungen organisieren zu können.