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09. Februar 2012

Holcim geht mit Info-Broschüre in die Offensive

Ortschafts- und Gemeinderäte angeschrieben / Antrag soll erst nach Ende der Meinungsbildung gestellt werden.

  1. Holcim will über 2017 hinaus in Haltingen präsent bleiben. Foto: Frey

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN (us). Holcim hält an seinem Vorhaben, den Fortbestand des Kieswerks in Haltingen bis zum Jahr 2017 zu sichern und das Transportbetonwerk zusammen mit einem Umschlagplatz in Haltingen darüber hinaus unbefristet nutzen zu können, fest. "Zukunftsperspektive Kies- und Betonwerk" hat die Firma Holcim die Informationsbroschüre überschrieben, die dieser Tage an alle Ortschafts- und Gemeinderäte verschickt wurde und über die Holcim mit den Bürgervertretern ins Gespräch kommen will. Sollte sich dabei abzeichnen, dass das Vorhaben im Gemeinderat eine Mehrheit finden könnte, werde auch offiziell der entsprechende Antrag gestellt, erklärt Andreas Junginger, der bei Holcim für die Rohstoffsicherung zuständig ist. Stimmt der Gemeinderat dem Vorhaben grundsätzlich zu, müsste für den Bereich der Flächennutzungsplan geändert sowie ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Erst anschließend könnten Holcim formell den Antrag auf Einlagerung und Fortbestand des Kieswerks stellen, erläutert Junginger das Verfahren.

Auf drei Seiten hat Holcim die Argumente zusammengefasst (siehe Infobox). Dabei hebt die Firma besonders darauf ab, dass sich mit der Möglichkeit, noch einmal eine Million Tonnen Kies aus dem Hochwasserschutz am Rhein nach Haltingen zu holen, die letzte Gelegenheit biete, die Bauindustrie in der Region ohne lange Transportwege zu bedienen. Der Rheinkies aus dem Bereich zwischen Istein und Kleinkems würde zudem die Versorgungslücke schließen, die sich auftut, wenn Ende 2013 die Kiesreserven aufgebraucht und noch keine Genehmigung für einen Kiesabbau an dem anvisierten neuen Standort bei Hartheim vorliegt.

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Um den Räten das Vorhaben schmackhaft zu machen, bietet Holcim an, den gesamten, von der Firma beeinflussbaren Lkw-Verkehr nicht mehr durch Märkt rollen zu lassen, womit der Stadtteil erheblich entlastet wäre. Damit greift Holcim eine Anregung auf, die bei den bisherigen Gesprächen mit den Fraktionen gemacht wurde. Bis 2024 soll auch die Rekultivierung abgeschlossen sein.

INFO: SO ARGUMENTIERT HOLCIM:

Aus der Region für die Region
Der Rohstoff aus dem zweiten Abschnitt IRP ist das letzte Vorkommen in der Region Weil – Lörrach. Im Werk Weil-Haltingen kann der Rohstoff über kurze Wege zur Verfügung gestellt werden.
Verbesserte Verkehrssituation
Holcim verpflichtet sich den Verkehr nicht mehr durch Märkt zu führen. Das betrifft die Fahrten, welche von Holcim selbst oder in deren Auftrag ausgeführt werden; rund 90 Prozent der Fahrbewegungen.
Rekultivierung
Der abgebaute Teil der Kiesgrube verfügt über genügend Volumen, um sowohl die Mengen von IRP zwischenzulagern, als auch die Verfüllung ungebremst fortzusetzen. Es kommt zu keiner Verzögerung der Rekultivierung.  

Autor: us

Autor: us