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09. März 2009

"Immer ein wenig der Zeit voraus"

Viel Lob für den Förderverein des "Kant" zum 25-jährigen Bestehen und eine selbstbewusste Selbsteinschätzung des Vorsitzenden

  1. Zu schnell für die Kamera: Vorführung der Turnerinnen beim Festakt des Förderkreises in der voll besetzten Humboldthalle Foto: Lauber

  2. Rapper: Malik und Salim Megharia Foto: Hannes Lauber

  3. Gastredner: Urs Wiedemann Foto: Hannes Lauber

  4. Geehrt: Norbert Hagemann Foto: Hannes Lauber

WEIL AM RHEIN. Gemeinsam mit 400 Schülern, Eltern, Lehrern und Ehemaligen hat der Förderkreis des Kant-Gymnasiums am Freitag sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Ein Trio stand dabei im Mittelpunkt: Norbert Hagemann, der den Förderverein seit der Gründung leitet, Urs Wiedemann, der als Kant-Absolvent die Festrede hielt, und schließlich die Schüler und Lehrer des Kant, die mit einem Unterhaltungsprogramm zeigten, wie vielfältig und lebendig Schule sein kann.

Nur ein wenig informieren, dafür bunt unterhalten und verdiente Wegbegleiter ehren – dieses Konzept von Norbert Hagemann ist aufgegangen. In zweieinhalb Stunden erlebten die Besucher ein von Lehrerin Veronika Ogiermann organisiertes kurzweiliges Kaleidoskop, in dem die Schüler den Hauptpart der Unterhaltung bestritten und so dem Förderverein auf ihre Weise Dank sagten für 25 erfolgreiche Jahre der Unterstützung.

Als unterhaltsam erwies sich auch die Festrede von Dr. Urs Wiedemann, der 1986 am Kant sein Abitur gemacht hatte und inzwischen als Physiker am Genfer Teilchenbeschleuniger Cern arbeitet. Seinen Ausritt in die Unendlichkeiten der Astrophysik und deren erstaunliche Erkenntnisse brachte Wiedemann am Ende auf überraschende Weise in Beziehung zum Förderverein: "Das Beste holt man aus einem Menschen heraus, wenn man ihm Raum für seine Phantasie gibt – und dafür braucht’s Förderung."

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Norbert Hagemann verzichtete auf einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte, entwarf statt dessen eine Hypothese, wie es um den Förderverein in weiteren 25 Jahren bestellt sein könnte und kam dabei zu dem Fazit: "Nutzt und pflegt die Schulgemeinschaft ihren Förderverein als wirkungsvolles Instrument, so wird das Kant-Gymnasium auch weiterhin immer ein wenig seiner Zeit voraus sein."

OB Dietz schließlich machte für den Erfolg des mit 700 Mitgliedern hinter den traditionellen Sport- und Turnvereinen größten Vereins der Stadt drei Momente aus: den nimmermüden Vorsitzenden Hagemann, die gezielte Orientierung an Interessen und Bedürfnissen der Schüler sowie den Umstand, dass sich mehr und mehr die Ehemaligen mit der Schule identifizieren. Dietz sprach sich zugleich dagegen aus, die öffentliche Hand Leistungen des Fördervereins übernehmen zu lassen. Es müsse vielmehr ein Kernanliegen der Eltern sein und bleiben, sich um die Bildung der Kinder zu kümmern und dabei eine aktive Rolle zu übernehmen. Darin sei der Förderverein ein Vorbild.

Nach den Grußworten der Vertreterin des Regierungspräsidiums Igel standen noch Ehrungen an. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Gerd Zimmermann, Dr. Rüdiger Hoffmann, Winfried Smaczny, Mia Matisek, Albrecht Schmidt, Dr. Manfred Krüger, Dr. Alfred Eichhorn, Dr. Peter Kunze, Eberhard Platzek und Ingo Wittig (wir berichten noch).

Autor: Hannes Lauber