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02. November 2015

Junge Talente mit viel Ausdruck

Aufbauklasse der Weiler Musikschule gab Einblick in ihr Können / Hörenswertes Programm.

  1. Lang anhaltenden Beifall erhielten Meike, Martin und Moritz Ramm (von links) für ihre Interpretationen. Foto: Ounas-Kräusel

WEIL AM RHEIN (ouk). Die Aufbauklasse der städtischen Sing- und Musikschule gab am Freitag mit einem Konzert im Alten Rathaus einen Einblick in ihr Können und bot dabei ein breit gefächertes Programm. In der Aufbauklasse werden junge Musikerinnen und Musiker gefördert, die bereits bei Musikwettbewerben Preise gewonnen haben, berichtete Musikschulleiter Karl Gehweiler bei der Begrüßung. Diese talentierten Jugendlichen fördert die Musikschule intensiv. Jede Woche erhalten sie Einzelunterricht auf zwei Instrumenten, außerdem in Musiktheorie und Gehörbildung.

Evelyn Shaak eröffnete das Konzert mit dem Impromptu Es-Dur für Klavier von Franz Schubert. Dieses Werk mit seiner schimmernden Klangfülle und den melancholischen Passagen spielte sie klar akzentuiert und mit innerer Bewegung. Während des Konzertes erklangen noch weitere Klavierwerke. Mit weichem Anschlag begann Ludwig Hufsky die Arabeske von Claude Debussy. Leicht und transparent gab er die fantastische Stimmung des Stückes wieder. Außerdem erklangen drei Werke von Frederic Chopin. Von leichter Hand, ein wenig träumerisch, spielte Ziyu Tian eine Nocturne in Es-Dur aus der Feder dieses Komponisten. Die Brüder Martin und Moritz Ramm spielten die Fantasie Impromptu in cis-Moll und eine Etüde in c-Moll. Mit einem energischen Akkord eröffnete Martin Ramm die Fantasie Impromptu, ließ die Musik fließen, setzte präzise Akzente. Moritz Ramm spielte die Etüde mit Ausdruck und Dramatik.

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Reizvoll war das Zusammenspiel von Moritz Ramm auf dem Horn, Martin Ramm am Klavier und Meike Ramm auf der Violine. Die Geschwister spielten ein Trio in F-Dur von Frederic Duvernoy für diese drei Instrumente. Fröhliche Passagen, bei der das Horn wie eine Fanfare klang, wechselten ab mit sonorem, kraftvollem Spiel. Beweglich und fein trat die Violine in Dialog mit dem Horn. Es war ein schönes Stück, bei dem das Zuhören Freude machte. Spannungsvoll war dagegen die Stimmung beim Trio des zeitgenössischen Komponisten Eric Ewazen mit dem synkopisch versetzten Rhythmus, dem temperamentvollen Spiel. Nach diesen beiden Stücken spendeten die Zuhörer – überwiegend Familienmitglieder und Musikschullehrer – besonders langen Applaus.

Die jungen Musiker und Musikerinnen spielten ein wirklich hörenswertes Programm. Helena Stährfeldt sang mit zarter, aber sicherer und ausdrucksvoller Sopranstimme ein Rezitativ und eine Arie aus der Oper "Hochzeit des Figaro" und ein "Volksliedchen" von Robert Schumann. Schön war das feine und transparente Spiel von Isabella Leitherer auf dem Cembalo. Mit dem Präludium in c-Moll von Johann Sebastian Bach und einem Stück des englischen Komponisten William Byrds bewies sie, wie vielseitig dieses Instrument ist. Meike Ramm trat nochmals mit einem Solostück auf der Violine auf und Martin Ramm beendete das Konzert mit einem festlich bewegten Satz aus dem Trompetenkonzert Es-Dur von Johann B. G. Neruda.

Autor: ouk