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20. März 2017

Katzenjammer allerorten

Weil verabschiedet sich aus dem Aufstiegsrennen der Handball-Landesliga / Auch Brombach und Maulburg/Steinen verlieren.

  1. Klar verloren: Philip Müller (rechts, gegen den Freiburger Dennis Ganter) Foto: Niklas Schöchlin

HANDBALL Landesliga. Das dürfte es für den ESV Weil im Kampf um Platz zwei gewesen sein. Der Handball-Landesligist kam beim Konkurrenten im Aufstiegskampf TV Herbolzheim mit 21:30 unter die Räder. Somit ist der Rückstand fünf Spieltage vor Schluss auf den Tabellenzweiten HSG Freiburg auf fünf Punkte angewachsen. "Das wird wohl nichts mehr", sagte Weils sportlicher Leiter Roland Christ.

In Herbolzheim erwischte den ESV "das alte Übel: Die Abschlussschwäche hat uns das Genick gebrochen", so Christ. Bis zur Halbzeit waren die Weiler zumindest noch in Schlagdistanz, doch gerade zu Beginn des zweiten Durchgangs verballerten die ESV-Schützen zahlreiche Würfe. Der TVH nutzte dies aus und baute seinen Vorsprung auf 17:12 aus (41.). Gegen Ende der Begegnung ließen die Gäste die Köpfe endgültig hängen, so dass Herbolzheim in den Schlussminuten gegen resignierende Gäste leichtes Spiel hatte und einen klaren Erfolg feierte.

TVB vor Abschiedstour aus der Landesliga

Deutlich mit 24:36 unterlag der TV Brombach der HSG Freiburg und liegt nun fünf Zähler hinter dem rettenden elften Platz. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber der Auftritt gegen den Tabellenzweiten dürfte dem TVB nur wenig Mut machen. "Wir haben vieles vermissen lassen, was uns eigentlich auszeichnet", kritisierte Brombachs Trainer Dirk Kalinowski. Defensiv war der Tabellenzwölfte völlig überfordert, und auch im Angriff lief praktisch nichts zusammen. Man habe sich auch zu früh dem Schicksal ergeben. Sollte nicht doch noch eine wundersame Kehrtwende gelingen, musss sich der TVB in den verbleibenden Partien wohl auf Abschiedstour durch die Landesliga begeben.

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Der Abstieg in die Bezirksklasse ist für die SG Maulburg/Steinen nur noch in der Theorie zu verhindern. Durch die 28:32-Niederlage beim TV Pfullendorf (4.) und dem gleichzeitigen Sieg der DJK Singen ist der Rückstand des Tabellenletzten aufs rettende Ufer auf neun Zähler angewachsen. "Zu Beginn sind wir nicht in die Partie reingekommen. In den ersten 13 Minuten haben wir schon elf Gegentreffer kassiert", kritisierte SG-Trainer Thomas Fischer das Abwehrverhalten seiner Mannschaft in der Anfangsphase. Zwar bot Tim Lindner eine exzellente Vorstellung als Abwehrchef, doch war dies zu wenig, um den Pfullendorfern Paroli zu bieten.

Das Rückzugsverhalten und Positionsspiel war nicht stimmig, bemängelte Fischer. Das änderte sich zeitweise nach der Pause. "Aber wir hatten zu viele Negativphasen in unserem Spiel." Besonders nach der Aufholjagd zum 16:17 (34.) fiel man wieder in das alte Muster zurück, kassierte zu viele einfache Gegentreffer. Die Gastgeber zogen auf 25:18 (44.) davon – die Vorentscheidung.

TV Herbolzheim – ESV Weil 30:21 (12:10) Tore Weil: Schamberger 6, Raphael Dinse 4, Willmann 3, Bödeker 3, Jonas Dinse 3, David Dinse 2.

TV Pfullendorf- SG Maulburg/Steinen 32:28 (17:13) Tore SG: Leuchtmann 12, Knoblich 4, Fritz 4, Hess 3, Tiedtke 3, Störk 1, Kreider 1.

TV Brombach – Freiburg 24:36 (12:19) Tore TVB: Niklas Weber 6/2, Müller 5, Albu 5/1, Günther 3, Haunschild 3, Pit Weber 2.

Autor: Werner Hornig