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19. Mai 2017

Kunst in der Garage – große Bandbreite an Stilen auf kleinem Raum

BZ-INTERVIEW mit Angelika Allwardt-Schätzle, die am Sonntag in ihrem Privatanwesen eine etwas andere Ausstellung und eine Mitmachaktion für Kinder anbietet.

  1. Allwardt-Schätzle Foto: Frey

Am Sonntag, 21. Mai, lädt Angelika Allwardt-Schätzle von 12 bis 17 Uhr wieder zur etwas anderen Ausstellung "Kunst in der Garage" auf ihr Anwesen zum Rebberg 2 in Haltingen ein. Acht Hobbykünstlerinnen präsentieren auf kompaktem Raum eine große Vielfalt an Stilen und Techniken. Und für Kinder gibt es eine Mitmachaktion. Herbert Frey hat sich mit der Organisatorin unterhalten.

BZ: Frau Allwardt-Schätzle. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen und hat sich das Konzept seither weiter entwickelt?

Allwardt-Schätzle: Ich bin selbst kreativ tätig und fertige Bilder sowie Collagen. Immer wieder bin ich angesprochen worden, warum ich diese nicht einem etwas größeren Kreis präsentiere. Doch als Hobbykünstlerin ist es nicht so einfach, eine geeignete Plattform zu finden. Da kam ich auf die Idee, analog den Garagenflohmärkten eine Garagenausstellung zu organisieren. Dafür fand ich schnell vier Mitstreiterinnen, mit denen ich 2014 die Premiere wagte. Die kam so gut an, dass sowohl seitens der Besucher als auch seitens der Ausstellenden der Kreis stetig größer wurde. Das Konzept, eine große Bandbreite an kreativem Freizeitschaffen auf kleinem, kompaktem Raum zu präsentieren, hat sich aber nicht verändert.

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BZ: Die Bandbreite ist in diesem Jahr besonders groß.

Allwardt-Schätzle: Ja, über Kontakte der Stammausstellerinnen und über Anfragen kamen neue Hobbykünstlerinnen hinzu. Zu sehen gibt es Schönes aus Beton und Keramik ebenso wie genähte und gestrickte Kleinigkeiten. Beim Schmuck spannt sich der Bogen von geschmiedetem Silber bis zu Modeschmuck für den etwas kleineren Geldbeutel. Bilder, Collagen und künstlerisch gestaltete Postkarten runden das Angebot ab.

BZ: Auch für Kinder wird wieder etwas geboten.

Allwardt-Schätzle: Das ist eine ganz besondere Aktion, die Rita Brucker leitet. Sie hat sich auf die künstlerische Verwertung von Gegenständen spezialisiert, die bereits ausrangiert sind – Upcycling nennt sich dieses Verfahren. Die Kinder dürfen also von 13 bis 16 Uhr unter ihrer Anleitung aus eigentlich Weggeworfenem etwas ganz Neues kreieren.

BZ: Passt das alles noch in eine Garage?

Allwardt-Schätzle: Wir verfügen über eine große Doppelgarage mit Fenster, die in der Mitte keine Trennwand hat. Das Ganze soll ja bewusst kompakt bleiben. Außerdem beziehen wir den Hof mit ein, wo wir die Gäste mit Kaffee, Kuchen und Salzigem bewirten.

BZ: Welches Zielpublikum haben Sie denn im Auge?

Allwardt-Schätzle: Wir wollen ein breites Publikum ansprechen. In den letzten Jahren waren alle Altersgruppen vertreten. Gerne können auch Ausflügler und Spaziergänger vorbeischauen.

BZ: Das hört sich nach einem nicht geringen organisatorischen Aufwand an.

Allwardt-Schätzle: Die Ausstellerinnen unterstützen mich bei der Bewirtung, dafür zahlen sie keine Standgebühren. Der Erlös aus der Bewirtung geht, abzüglich der Unkosten, übrigens an die Haltinger Bücherei.

Zur Person: Angelika Allwardt-Schätzle, 45, ist Logopädin von Beruf und organisiert "Kunst in der Garage" seit vier Jahren.

Autor: hf