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20. März 2017

Lumpe-Liedli für Senioren

Das Programm des städtischen Altennachmittags kommt bei den betagten Besuchern sehr gut an.

  1. Der Markgräfler Trachtenverein unterhielt beim Altennachmittag mit Gesang und Tanz. Foto: Sedlak

WEIL AM RHEIN. Geselligkeit und Kaffee und Kuchen sind die unverzichtbaren Zutaten zu den beliebten Seniorennachmittagen, die viermal im Jahr im katholischen Gemeindehaus stattfinden. Dazu gibt es immer ein wechselndes Unterhaltungsprogramm.

Christel Stauß, die seit rund 30 Jahren die Altennachmittage organisiert, und ihr Helferteam aus dem Frauenkreis St. Peter und Paul bewiesen wieder einmal ihr Gespür für die Vorlieben des Publikums und hatten mit dem Markgräfler Trachtenverein aus Kandern und der Heimatdichterin Christa Heimann-Buß den Geschmack der Besucher getroffen.

Mit volkstümlichen Klängen und heiter-besinnlichen Wortbeiträgen sorgten die Gäste für ein unterhaltsames Beisammensein. In Markgräfler Tracht verstanden es die Mitglieder des Trachtenvereins ausgezeichnet, das Publikum mit ihrem heimatlichen Programm zu verzaubern. Die Freude am Brauchtum war zu spüren, man sah nur strahlende Augen und glückliche Gesichter.

Zunächst erfreuten die Trachtenträgerinnen und -träger mit Liedern aus dem Markgräflerlied begleitet von Elfriede Hüttlin an der Orgel. Im weiteren Verlauf gab’s etliche Volkslieder zum Mitsingen wie "D’ Zit isch do!", "Kein schöner Land" oder den "Bajazzo". Außerdem folgte eine Vielzahl von Tänzen, darunter der Lauterbacher, der Maitanz, der Holsteiner Dreitour oder der Mühletanz, eine eigene Kreation von Werner Wißner. Erstmals auf der Bühne tanzte die zwölfjährige Jule Wehrle, Enkelin des Vorsitzenden Fred Wehrle und seiner Frau Saskia, mit. Sie schien keinerlei Lampenfieber zu haben, schließlich hat sie die Freude am Tanzen schon von den Großeltern mitbekommen.

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Christa Heiman-Buß sorgte mit einer Auswahl an besinnlichen Mundartgedichten zum Frühling, aber auch mit zahlreichen Versen wie die "Frühjahrsmüdigkeit" oder "Heimat" aus ihrem Gedichtbüchlein "Auf den Flügeln der Zeit" für schmunzelnde Gesichter. Mit ihren Vorträgen übers "Kätzli" oder wie der Frühling den Winter vertreibt, setzte sie poetische Akzente.

Die in Weil aufgewachsene Elfriede Hüttlin trug zur Freude der Anwesenden "Lumpe-Liedli" vor. Zuerst sang sie mit österreichischem Dialekt, bevor sie die nicht ganz jugendfreien Texte ins Hochdeutsche übersetzte.

Der nächste Altennachmittag ist für den 21. Juli vorgesehen.

Autor: Norbert Sedlak