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09. Dezember 2015

Mal erfrischend leicht, mal ausgereift

Orchester, Ensembles und Solisten der städtischen Sing- und Musikschule begeistern mit einem festlichen Adventskonzert.

  1. In der Altweiler Kirche waren die Bankreihen dicht mit erwartungsfrohen Zuhörern besetzt, die den jungen Musikern lang anhaltenden Applaus spendeten. Foto: Ounas-Kräusel

WEIL AM RHEIN. Die städtische Sing- und Musikschule gab am Samstag in der Altweiler Kirche ein festliches Konzert zur Adventszeit. Die Musikschüler zeigten in verschiedenen Ensembles und Chören, aber auch mit Solodarbietungen ihr Können. Sie spielten ein wirklich hörenswertes Programm in verschiedenen Stilrichtungen vom Gospel bis zu Mozart. Zu dem traditionellen Adventskonzert der Musikschule waren so viele Zuhörer gekommen, dass die Kirche fast bis zum letzten Platz gefüllt war.

Das Harfenensemble eröffnete das Konzert mit einem kleinen "Canon" von Pachelbel. Präzise und kräftig schlugen die Kinder die Saiten und füllten die Kirche mit schönen Harmonien. Danach sang der Weiler Jugendchor, den Karl Gehweiler in Zusammenarbeit mit der Musikschule und dem Gesangverein Weil leitet, das bekannte "Scarborough Fair". Ruhig und sicher trugen die jungen Sängerinnen und Sänger das Lied vor, das Harfenensemble zauberte eine traumhafte Atmosphäre dazu. Auch die beiden Gospels, die die Mädchen und Jungen des Jugendchors mit locker-ansteckendem Rhythmus vortrugen, kamen an.

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Kinder und Jugendliche im Alter ab ungefähr acht Jahren zeigten bei dem Konzert, was sie in der Musikschule gelernt hatten. Auch im Streicherspielkreis "Saitenflitzer" wirkten mehrere jüngere Kinder mit. Fröhlich und schon beachtlich sicher spielten sie die Sarabande "Air D’ Almira" von Händel. Die Zuhörer würdigten die Leistungen der jungen Musiker immer wieder mit kräftigem Applaus.

Als das Gitarrenensemble "Konzertreif" das Lied "Mary’s Boychild" anstimmte, summten einige Zuhörer sogar mit. Dieses Weihnachtslied und das Lied "Lichtermeer" aus der Feder ihrer Lehrerin Julia Ott zupften die jungen Gitarristen sauber und sicher. Reizvoll klangen die kleineren, höher gestimmten Oktavgitarren der ganz jungen Kinder mit den tieferen Instrumenten der älteren zusammen. Das Klarinettenensemble spielte wunderbar leicht swingend den Song "Wenn ich einmal reich wär" und ließ die Zuhörer für einen Moment vom sorglosen Leben träumen.

Mehrere Musikschüler überzeugten als Solisten mit ihrem reifen Ausdruck. Zwischen kräftigen Tiefen und verspielten Höhen wechselnd, spielte Ludwig Hufski das Moderato aus der Polonaise in gis-Moll von Chopin auf dem Klavier. Voll Verve und Dramatik griff Victor Ferger beim Prélude cis-Moll von Rachmaninow in die Tasten. Mit weichem Anschlag und mit viel Ausdruck spielte Martin Ramm ebenfalls auf dem Klavier das Rondo Capriccioso von Mendelssohn-Bartholdy. Estelle Matthes ließ ihre Querflöte strahlen und tanzen, als sie zur Klavierbegleitung das Allegro aus einem Konzert in d-Moll von Danzi spielte. Zu den Höhepunkten des Konzertes gehörte das Rondo Allegro aus dem Konzert für Klarinette und Orchester von Mozart. Daniel Rozeik spielte das Stück auf seiner Klarinette wunderbar leicht und bewegt, während Bezirkskantor Herbert Deininger ihn mit leichter Hand auf der Kirchenorgel begleitete. Die Zuhörer applaudierten lange und begeistert.

Das Musikschulorchester spielte schließlich ein Menuett aus der fünften Sinfonie von Schubert und setzte mit einem slawischen Tanz von Dvorak einen fulminanten Schlusspunkt.

Bei dem Konzert musizierten Schüler und Schülerinnen von Dietgard Bluhm- Gehweiler und Karl Gehweiler, von Eveline Vinh-Marinelli, Reinhard Mayr, Christian Leitherer, Julia Ott, Stefan Abels, Radion Burd, Eckhard Lenzing und Walter Kösters.

Autor: Regine Ounas-Kräusel