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08. Dezember 2017

Neu – aber in alter Pracht

Restauration versetzt Ötlinger Merklinorgel in Originalzustand / Sparkasse spendet 5000 Euro.

  1. Jochen Buck (Ältester), Peter Blubacher, Ulrich Feuerstein (Sparkasse), Pfarrerin Bertina Müller, Dieter Fehrle (Sparkassenstiftung) und Werner Ruser (Kirchenältester, von links) vor der restaurierten Orgel Foto: Frey

WEIL AM RHEIN-ÖTLINGEN. Im Rahmen der Weihnachtsgottesdienste wird sie wieder erklingen, die historische Merklinorgel in der Ötlinger Galluskirche – und das in ihrer alten, authentischen Klangpracht. Das Kleinod wurde nämlich aufwändig restauriert und wieder in den Originalzustand zurückversetzt. Einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung leistete am Donnerstag die Sparkasse Markgräflerland mit einer Spende von insgesamt 5000 Euro.

4000 Euro steuert die Sparkasse als Spende bei, 1000 Euro stammen aus der Sparkassenstiftung für das Markgräflerland, wie Vorstandsvorsitzender Ulrich Feuerstein, Vorstandsmitglied Peter Blubacher und Stiftungsmanager Dieter Fehrle erläuterten. "Die Sparkasse unterstützt vor allem Projekte, hinter denen engagierte Menschen stehen. Außerdem ist es uns ein Anliegen, Altes zu bewahren", so Feuerstein. Beide Voraussetzungen erfülle das Ötlinger Orgelprojekt, das Günter Schoch fotografisch begleitete. Die Anfang Juni begonnene Restauration steht nun kurz vor dem Abschluss.

Neben der Ausbesserung von Abnutzungsschäden sei es Hauptziel des Vorhabens, die Orgel, die in den sechziger Jahren auf Modern getrimmt worden sei, wieder in ihren Originalzustand zurückzuversetzen, erklärten Pfarrerin Bertina Müller sowie die Kirchenältesten Jochen Buck und Werner Ruser. Dazu wurden damals eingebaute moderne Register durch neue, aber dem damaligen Original entsprechende Pfeifenreihen ersetzt. Auch der Spieltisch erhielt von den Fachleuten der Meisterwerkstatt "Waldkircher Orgelbau" seine ursprüngliche Mechanik zurück. Baupläne existieren von der 1895 erstellten Orgel zwar nicht mehr, doch in Freiburg-Waltershofen gibt es ein baugleiches Instrument. "An dem haben wir uns orientiert", erklärt Orgelbauer Frieder Asch, der derzeit mit seinen Kollegen mit der Intonation beschäftigt ist. In der Zeit der Restauration nahmen die vier Ötlinger Kirchenorganisten übrigens an einer mobilen Hausorgel Platz.

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Die Restauration kostet knapp 70 000 Euro, von denen der Oberkirchenrat ein Viertel trägt. Das Spendenkonto ist – inklusive der Sparkassenzuwendung – auf mittlerweile 17 672 Euro angewachsen. "Weitere Spenden sind willkommen", sagt Bertina Müller. Sie freut sich bereits auf das Silvesterkonzert an der Merklinorgel (Beginn 18 Uhr), für das sie den in Ötlingen wohnenden Basler Münsterorganisten Andreas Liebig gewinnen konnte.

Autor: Herbert Frey