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03. September 2008

Noch ein Stuhl aus Fernost

Jörg Pillau ist immer noch mit der Frau von Shiro Kuramata über ein weiteres Modell im Gespräch

  1. Bekommt vielleicht noch einen Bruder: der Stuhl Apple honey Foto: Lauber

WEIL AM RHEIN Seit dem Weggang von Jörg Pillau aus der Stadt ist es um die überdimensionalen Designer-Stühle etwas ruhiger geworden. Derzeit steht keine weitere "Maxiatur" zur Realisierung an. Allerdings: Es ist gut möglich, dass bald ein weiteres Modell des japanischen Stardesigners Shiro Kuramata die derzeit 21 über die Stadt verteilten Großstühle ergänzen könnte.

Shiro Kuramata ist seit vergangenen Sommer mit dem Stuhlmodell "Apple honey" in der Phalanx der Weiler Stühle vertreten. Die überdimensionale Nachbildung des schlichten Stahlrohr-Sitzmöbels ist im Juli vergangenen Jahres auf dem so genannten Europaplatz gegenüber der Einkaufsinsel aufgestellt worden.

Mit dabei war damals Mieko Kuramata, die Witwe des Stardesigners, die eigens für die feierliche Übergabe des Stuhles aus Japan angereist war und an der ungewöhnlichen Würdigung, die das Schaffen ihres Mannes auf diese Weise fand, besonderen Gefallen fand. Jedenfalls ist sie mit Jörg Pillau, dem damaligen Vorsitzenden des Verkehrsvereines, bis heute in Kontakt geblieben, und dabei wurde die Idee geboren, dass ein weiterer Kuramata-Stuhl in Weil am Rhein einen Platz finden soll.

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Die Finanzierung soll dabei durch einen Hilfsfonds bewerkstelligt werden, den Kuramata in Japan ins Leben rufen will. Wie weit diese Bemühungen gediehen sind, will Pillau in Kürze in Erfahrung bringen, danach sollen mit seinem Nachfolger im Verkehrsverein, Hans-Jürgen Misslak, die weiteren Schritte beraten werden. Offen ist deshalb vorderhand auch noch, welcher von Kuramatas Stuhlentwürfen umgesetzt werden soll und an welchem Standort in der Stadt er seinen Platz finden könnte.

Im Ungewissen ist Misslak im übrigen über zwei weitere Stuhl-Projekte, die in der Vergangenheit geplant waren. So ist ein Maxi-Stuhl beim Rhein-Center bislang nicht zustande gekommen. Misslak: "Da sucht man wohl immer noch nach dem besten Standort." Center-Manager Merz konnte gestern nicht zur Aufklärung beitragen, er weilt im Urlaub.

Nichts geworden ist es auch mit dem einst von Strabag-Projektentwickler Hohwiler angekündigten Stuhl in Form eines Einkaufswagens vor der Insel. Manager Schneider dazu: "Dieses Modell war technisch nicht realisierbar." Und nachdem neben der Insel "Apple honey" aufgestellt wurde, habe man in seinem Haus von einem eigenen Stuhl Abstand genommen.

Autor: Hannes Lauber