Novartis informiert am 26. Oktober über Lindan-Staub in der Luft

Hannes Lauber

Von Hannes Lauber

Di, 08. Oktober 2013

Weil am Rhein

Unternehmen: Keine Gesundheitsgefährdung

WEIL AM RHEIN (BZ). Nachdem bei der Sanierung des Hüninger Steih-Geländes Rückstände aus der früheren Lindanproduktion in die Luft gelangt sind, hat das Pharmaunternehmen Novartis als Eigentümer die Sanierung vorübergehend unterbrochen. Derzeit werde geprüft, wie bei Wiederaufnahme der Arbeiten Staub- und Geruchsbelästigungen weitgehend vermieden werden könnten. Novartis versichert zugleich aber, dass keine Gesundheitsgefährdung bestanden habe oder bestehe. Das hatte zuvor auch das Basler Lufthygieneamt so mitgeteilt.

Der Schweizer Altlastenspezialist Martin Forter hatte mit eigenen Messungen nachgewiesen, dass Spuren von Lindan in die Luft gelangt waren. Auf dem Steih-Gelände hatte die französische Firma Ugine Kuhlmann zu Beginn der 1970er Jahre Lindan produziert und die dabei anfallenden giftigen Überreste auf offenen Halden gelagert. Deshalb kam es zu Verunreinigungen des Trinkwassers und der Umwelt. 1973 kaufte Sandoz das Gelände, um dort eine Kläranlage zu bauen. Betreiber der Anlage war die Steih S.a.r.l. (GmbH). 2012 wurde die Kläranlage aufgegeben. Novartis hat sich als Rechtsnachfolger der Sandoz und Eigentümer zur Sanierung des Areals bereiterklärt, obwohl das Unternehmen nach französischem Recht dazu nicht verpflichtet wäre, sondern nur das für die Verunreinigung verantwortliche Unternehmen. Doch das existiert nicht mehr.

Über die Sanierung des Steih-Areals informiert Novartis bei einer Informationsveranstaltung am 26. Oktober und im Internet, wo unter anderem zwei Webcams stündlich Bilder vom Steih-Areal liefern.

Info zur Sanierung des Steih-Areals unter http://www.sanierung-steih.ch