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11. Januar 2017

Pfarrhaus macht Platz für Wohnhäuser

Auf dem Johannes-Areal entstehen für 17,6 Millionen Euro 49 Wohnungen / Die ersten sollen Mitte 2018 bezugsfertig sein.

  1. So wird es bei der Johanneskirche (rechts) nicht mehr lang aussehen: Pfarrhaus (vorn) und Kindergarten Arche (links) werden abgerissen. Foto: Lauber

WEIL AM RHEIN. Der Bau einer neuen Wohnanlage auf dem früheren Gelände der evangelischen Johannes-Gemeinde muss noch warten. Wenn möglich im Februar will der Bauherr, die Amann Wohnbau GmbH, mit dem Abriss von Pfarrhaus, Kindergarten und Teilen des evangelischen Gemeindezentrums beginnen. Mit dem Bau der vier Wohnblocks muss man dagegen noch warten, bis der Gemeinderat die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat. Das soll Mitte Februar geschehen.

Für das Baugrundstück zwischen Bühl- und Goethestraße ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan ausgearbeitet worden, der bis Weihnachten offen lag. Die dabei eingegangenen Anregungen werden nun noch eingearbeitet. Im Februar geht der Plan dann in die Gremien und soll am 15. Februar im Gemeinderat beschlossen werden.

Die Amann Wohnbau GmbH hat derweil den Bauantrag für ihr Vorhaben bereits vor Weihnachten eingereicht. Außerdem ist der Abriss der bestehenden Gebäude beantragt, die Abrissarbeiten sind ausgeschrieben. Geschäftsführer Holger Amann ist guter Dinge, dass mit dem Abbruch im Februar begonnen werden kann. Dann werden sowohl das alte Pfarrhaus als auch der Kindergarten Arche und ein Teil des Gemeindezentrums verschwinden.

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Stattdessen entstehen auf dem 4045 Quadratmeter großen Grundstücksteil, den die Johannes-Gemeinde an den Investor verkauft hat, unter der Bezeichnung "City Life" vier Wohngebäude, die nach Weil, Haltingen, Ötlingen und Märkt benannt sind und über drei Vollgeschosse und ein Attikageschoss verfügen. Für die Bewohner steht eine Tiefgarage mit knapp 60 Plätzen zur Verfügung. Weitere zehn Stellplätze sowie zahlreiche Abstellflächen für Fahrräder sind ergänzend dazu vorgesehen.

Aufgrund der sich abzeichnenden großen Nachfrage hat sich der Bauherr inzwischen übrigens entschieden, das gesamte Vorhaben in einem Zug zu errichten und nicht mehr, wie früher geplant, in zwei Etappen. Bei einer Bauzeit von 14 Monaten pro Gebäude könnten die ersten Einheiten nach Amanns Einschätzung ab dem Sommer kommenden Jahres bezugsfertig werden, sofern die Baugenehmigung dieses Frühjahr erteilt wird. Bis zur Fertigstellung des gesamten Projekts geht Amann von einer Bauzeit von zwei Jahren aus. Das Investitionsvolumen liegt bei 17,6 Millionen Euro.

Insgesamt sind 49 Wohnungen vorgesehen, und zwar 15 Drei-Zimmer-Wohnungen mit 79 bis 102 Quadratmetern und 34 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 69 bis 85 Quadratmetern Wohnfläche. Soweit größere Einheiten nachgefragt werden, könnten einzelne Wohnungen auch zusammengelegt werden, versichert Amann. Die Preise der Wohnungen variieren je nach Stockwerk und Ausrichtung innerhalb der Gebäude. Der Quadratmeter-Verkaufspreis wird nach Amanns Angaben voraussichtlich "zwischen 3500 und etwas über 4000 Euro" liegen.

Autor: Hannes Lauber